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New Spotlight: Archäologische und geoarchäologische Untersuchungen am germanisch-römischen Schlachtfeld Harzhorn, Ldkr. Northeim

Im Sommer 2008 wurde auf dem Harzhorn bei Northeim ein römisches Schlachtfeld entdeckt. Münzfunde, sonstiges Fundmaterial und naturwissenschaftliche Datierungsmethoden zeigen eindeutig die Datierung des Platzes um das Jahr 235/236 nach Christus.

News vom 21.11.2018

Eine absolute Überraschung: zwar gibt es vereinzelte Hinweise in den Schriftquellen auf militärische Operationen der Römer jenseits des Limes, mit einer solch massiven Militärpräsenz so weit innerhalb der Germania Magna war jedoch nicht zu rechnen. Die mittlerweile über 2000 Funde zeigen eine großflächige Verteilung auf über 6 km². Mehrere Konzentrationen von Funden wie römischen Schuhnägeln, Katapultbolzen, weiteren Waffengattungen und Trossgegenständen, aber auch germanisches Fundgut, ermöglichen eine Rekonstruktion des Ereignisses vor ca. 1800 Jahren im westlichen Harzvorland.

Ziel des aktuellen DFG-Projektes ist es, in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, die vorliegenden Funde und Befunde des germanisch-römischen Schlachtfeldes 'Harzhorn' systematisch aufzubereiten, zu evaluieren und zu publizieren. Zwei Aspekte sind dabei zentral. Zum einen soll das umfangreiche Fundmaterial ausgewertet und Kontext-bezogen vorgelegt werden. Zum anderen sollen durch gezielte ergänzende Prospektionen und bodenkundliche Untersuchungen die Überlieferungsbedingungen auf dem Fundplatz detailliert ermittelt werden; auf dieser Grundlage soll die detaillierte Analyse der Fundverteilung durchgeführt werden. Beide Aspekte münden in eine neue, umfassende Interpretation des Fundplatzes und des Ablaufs des Kampfgeschehens.

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