Neuerscheinung: Ein neuer Blick nach Westen

News vom 24.10.2019

Die britische Insel, für Mitteleuropäer lange Zeit eine terra incognita, geriet um das Jahr 1700 auf neue Weise in das Blickfeld deutscher Protestanten. Dahinter stand zunächst die Hoffnung auf eine Union zwischen Reformationskirchen und Church of England. Auch wenn diese Bemühungen scheiterten, bereiteten sie den Weg für eine Englandbegeisterung deutscher Protestanten im 18. Jahrhundert. In seinem Buch "Ein neuer Blick nach Westen. Deutsche Protestanten und Großbritannien (1688–1740)" (Jabloniana - Quellen und Forschungen zur europäischen Kulturgeschichte der frühen Neuzeit 10) thematisiert Alexander Schunka die Etablierung deutsch-britischer Kontakte unter Protestanten im frühen 18. Jahrhundert aus einer breiten, interdisziplinären und transnationalen Perspektive. Der Band behandelt die Vielfalt im europäischen Protestantismus der Epoche, er wirft Schlaglichter auf zeitgenössische Mobilitätsphänomene und auf das veränderte Verhältnis von Religion und Politik zu Beginn der Aufklärung. In Zeiten des Brexit trägt die Monographie dazu bei, sich über die historischen Grundlagen der Beziehung Großbritanniens mit dem europäischen Kontinent zu vergewissern.

Weitere Informationen unter https://www.harrassowitz-verlag.de/titel_6381.ahtml.

1 / 7
Mentoring
Tutoring
OSA Geschichte