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DFG bewilligt Sachmittelprojekt „Plurale Protestantismen“ am Arbeitsbereich von Alexander Schunka

News vom 30.01.2020

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den Projektantrag „Plurale Protestantismen. Korrespondenzkultur und religiöse Gruppenbildung im frühen 18. Jahrhundert“ im finanziellen Umfang von ca. einer Viertelmillion Euro für drei Jahre bewilligt.

Das Vorhaben unter der Leitung von Alexander Schunka ist am Schnittpunkt von Kultur- und Kirchengeschichte der Frühen Neuzeit angesiedelt. Untersucht werden Praktiken der Vergemeinschaftung im Protestantismus um 1700. Im Zentrum stehen umfangreiche, teils kaum bekannte Korrespondenzen protestantischer Theologen aus dem mitteleuropäischen Raum. Anhand dieser Briefwechsel werden Inklusions- und Exklusionsmechanismen innerhalb des nachreformatorischen Protestantismus analysiert. Dadurch eröffnet sich ein neuer Blick auf Prozesse und Praktiken von religiöser Kommunikation und Gruppenbildung, von Prozessen der Selbstvergewisserung und der innerprotestantischen Abgrenzung. Angestrebt ist eine Neubewertung von vermeintlich klar definierbaren Phänomenen wie „Pietismus“, „Irenik“ und „Orthodoxie“. Das Vorhaben macht die religiöse Dynamik im Protestantismus rund zweihundert Jahre nach der Reformation sichtbar, die in der historischen Forschung lange übersehen worden ist.

Die DFG finanziert eine MitarbeiterInnenstelle sowie Sachmittel für drei Jahre. Das Forschungsprojekt wird voraussichtlich im November 2020 seine Arbeit aufnehmen. Nähere Informationen folgen bis dahin auf der Homepage.

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