Prof. Dr. Ina Ulrike Paul

Paul

Friedrich-Meinecke-Institut

Außerplanmäßige Professorin

Neuere deutsche u. europäische Geschichte

Adresse
Koserstr. 20
Raum A 349
D-14195 Berlin
E-Mail
papu[at]zedat.fu-berlin.de

Sprechstunde

Nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail

  • 2012 Ernennung zur apl. Professorin des Friedrich-Meinecke-Instituts der Freien Universität Berlin

  • 2010 Guest Lecturer an The University of Western Ontario, Faculty of Social Science, (u.a.) Dept. of History in London, Ontario (Kanada)

  • 2007 Oberassistentin (C2) am Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

  • 2006/07 Stipendiatin der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  • 2006 Professurvertretung an der Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder 

  • 2002-2008 Gastwissenschaftlerin am Deutschen Historisches Institut London

  • 2002 Habilitation am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin (Venia legendi für Neuere Geschichte)

  • 2000-2001 Stipendiatin der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel

  • 1994-2000 Wissenschaftliche Assistentin im Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin

  • 1990 Promotion zum Dr. phil. an der Ludwig-Maximilians-Universität München

  • 1989-1994 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München

  • 1983-1988 Wissenschaftliche Angestellte der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München

  • 1982/83 Magisterexamen an der Ludwig-Maximilians-Universität München

  • 1977/78 Neuere Geschichte, Germanistik, Kunst- und Rechtsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

1. “’Alle Kreter lügen’. Nationale Stereotypen in Enzyklopädien, Universal- und Konversationslexika Europas vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert.“

Das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Drittmittelprojekts, in dessen Rahmen zwei Qualifikationsarbeiten entstanden, wurde mit einem Colloquium an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel „Weltwissen – Das Eigene und das Andere in Enzyklopädien und Wörterbüchern des 18. undfrühen 19. Jahrhunderts“ (31.10./01.11.2013) vorerst abgeschlossen. Derzeit entsteht ein Aufsatzband, der 2015 erscheinen soll.

2. "Elfriede Wiedemann: Tagebuch einer Berlinerin vom April/Mai 1945"

gefördert von der Stiftung Preußische Seehandlung und durch Frauenfördermittel 2013 des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin.

3. Edition des Manuskripts "Geschichte Schach Bahams II., Tifflis 1795"

Das annähernd 200 Seiten umfassende Manuskript der "Geschichte Schach Bahams II., Tifflis 1795", dessen kommentierte Edition 2011 abgeschlossen wird, liegt in drei unterschiedlichen Fassungen im Aktenbestand des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sein Innentitel „Geschichte Ali Bahams, Nababs von Grebmettruw, aus dem Indianischen des Ali Usuf, Tifflis 1795“ enthüllt mehr als er die Tatsache verbirgt, daß es sich um einen "Schah" (= Fürsten) von "Grebmet- truw" (= Wu[e]rttemberg) handelt, der zur Zeit der Fertigstellung des Manuskripts regiert.

Der anonyme Verfasser verbirgt sich hinter der dreifachen Mystifikation eines bloßen Übersetzers, der das von dem Erzähler Ali Usuf(f) auf der Grundlage loser Blätter verfaßte Manuskript aus der "indischen" Sprache ins Deutsche übertragen hat. Dieser Ali Usuff, so wird in der Einleitung berichtet, habe einem fahrenden Händler in Madras ein Konvolut fliegender Blätter abgekauft, die nach den Worten des Verkäufers aus der Plünderung der Hütte eines gelehrten Brahmanen stammten. Die Rolle des anonymen, wohl aus Europa stammenden Verfasser des Vorwortes unterstreicht, daß er sich zu vielerlei Eingriffen in den ursprünglichen Text genötigt gesehen habe, um ihn in „Europa“ publizieren zu können.

Es handelt sich bei "Schach Ali Baham II." um eine an bekannten Romanen Christoph Martin Wielands wie dem "Goldenen Spiegel" (1772) und den "Abderiten" Maß nehmende Satire auf den regierenden Herzog Ludwig Eugen von Württemberg (1793-1795), einem der beiden Onkel des Verfassers. Der weltläufige, militärisch und administrativ erfahrene, damals 42 Jahre alte Erbprinz machte den älteren Bruder seines Vaters als bigotten Schwächling auf dem Thron lächerlich, der sein Vermögen mit seinen Ausschweifungen ruiniert habe und nun ein bieder-philosophisches Leben führte, ohne an die politische Zukunft seines Landes zu denken, das zwischen zwei Großmächten aufgerieben werde, nämlich dem revolutionären Frankreich und dem die antifranzösischen Koalitionen anführenden Österreich.

Ohne es präzise auszusprechen, reklamierte der nicht nur am Stuttgarter Hof als Anführer der Opposition gegen Ludwig Eugen bekannte Erbprinz Friedrich Wilhelm (* 1754 - 1816) mit seiner anonym verbreiteten, satirischen Darstellung der 'wahren Verdienste' des regierenden Herzogs seinen eigenen Anspruch auf die Regierung. Tatsächlich folgte er bereits 1797 seinem Vater als Herzog Friedrich II. nach, wurde 1803 als Friedrich I. Kurfürst und 1806 König von Württemberg. Der erste württembergische König war einer der wenigen deutschen Fürsten der Reformzeit, der als Fürst eines kleinen Territorialstaates die Anerkennung des Kaisers der Franzosen genoß und bei ihm politischen Einfluß geltend zu machen verstand. Verantwortlich dafür waren, wie heute nachgewiesen ist, sein Intellekt, seine überwältigende Arbeitskraft und seine Fähigkeiten als Innen- wie Außenpolitiker. Als er 1797 die Regierung antrat, war er zugleich selbst sein bester Premierminister – im Gegensatz zu Preußen oder Bayern, wo nicht die Regenten, sondern die Staatsminister Freiherr vom Stein und Graf von Montgelas die Regierung führten.

Mit Friedrich I. schien die reformabsolutistische Spätaufklärung selbst an die Regierung gekommen zu sein, deren Grundideen er im „Schach Ali Baham“ ausführlich darlegte. Sein Verhältnis zu den Landständen Württembergs, seine frühen politischen Entscheidungen lassen sich bereits aus der satirischen Darstellung erkennen, mit der er die Regierung seines Vorgängers Ludwig Eugen an das Licht einer aufgeklärt räsonnierenden, zuweilen schon revolutionär politisierenden Öffentlichkeit brachte.

Monographien

  • Württemberg 1797-1816/19. Quellen und Studien zur Entstehung des modernen württembergischen Staates, 2 Bände, München 2005. (Rezensionen: Napoleonica, La Revue 2 (2008); ZWLG 66 (2007), 541-544; ZRG GA 123 (2006), 637-64; HZ 383 (2006), Heft 2, 506 – 508; Sehepunkte 6 (2006)) [Link].

  • Aufstieg ins Großbürgertum: Lebensweg und Lebenserinnerungen des Geheimen Regierungsrates Heinrich Ferdinand Philipp von Sybel (1781-1870). Ein Beitrag zur Geschichte des rheinischen Bildungs- und Wirtschaftsbürgertums, phil. Diss. (Microfiches) München 1990.

Herausgeberschaften

Reihen

  • [Mit Uwe Puschner] „Zivilisationen & Geschichte" / "Civilisations & History" / "Civilisations & Histoire“, Peter Lang Verlag. (Seit 2009 erschienen 56 Bände, darunter vor allem deutsch- und englischsprachige Einzelstudien und Sammelbände).

Einzelbände

  • [Mit Catherine Mazellier-Lajarrige und Christina Stange-Fayos] Geschichte ordnen – L’Histoire mise en ordre. Interdisziplinäre Fallstudien zum Begriff «Generation» – Études de cas interdisciplinaires sur la notion de «génération» (= Zivilisationen und Geschichte / Civilizations and History / Civilisations et Histoire Bd. 59), Berlin u.a. (Peter Lang) 2019.

  • [Mit Sylvia Schraut] Rassismus in Geschichte und Gegenwart. Eine interdisziplinäre Analyse (= Zivilisationen & Geschichte, Bd. 55), Berlin u.a. 2018.

  • [Mit Richard Faber] Der historische Roman zwischen Kunst, Ideologie und Wissenschaft, Würzburg 2013. (Sammelband mit 25 Beiträgen zu einer Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin vom SoSe2009)

  • [Mit Hagen Schulze] Europäische Geschichte. Quellen und Materialien, München 1994.

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

Kultur- und Ideengeschichte

  • Paul Anton de Lagardes Rassismus, in: Rassismus in Geschichte und Gegenwart. Eine interdisziplinäre Analyse (= Zivilisationen & Geschichte Bd. 55), hrsg. zus. mit Sylvia Schraut, Berlin u.a. 2018, S. 81-111.

  • Autorfunktion, Autorfiktion: Schriftstellerfiguren bei Daniel Kehlmann in: Gegenwartsliteratur. Ein germanistisches Jahrbuch/A German Studies Yearbook 16 (2017), S. 77-99.

  • Heinrich Ferdinand Philipp von Sybel – Sattelzeitgenosse oder Neuständischer? in: Un-/Ordnungen denken. Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften, hrsg. v. Anne Gräfe und Johannes Menzel, Berlin 2017, S. 214-225.

  • Literarizität und Historizität. Der historische Roman (gemeinsam mit Richard Faber), in: Der historische Roman zwischen Kunst, Ideologie und Wissenschaft, hrsg. zus. mit Richard Faber, Würzburg 2013, S. 9-17.

  • Geschichte und Literatur – Organon der Selbsterkenntnis. Über Daniel Kehlmanns Roman Die Vermessung der Welt (2005), in: Der historische Roman zwischen Kunst, Ideologie und Wissenschaft“, hrsg. mit Richard Faber, Würzburg 2013, S. 159-178.
  • (Zus. m. Uwe Puschner): Oh Lichterfelde! Oder: Was bestimmt nicht im Baedeker steht. Ein völkischer Spaziergang, in: A propos. Kulturwissenschaftliche Miszellen von und für Richard Faber, hrsg. v. Christine Holste u. Barbara von Reibnitz, Würzburg 2013, S. 400-405.
  • Perzeption – Apperzeption – Wahrnehmung. Theoretische und praktische Aspekte, in: Michel Grunewald u.a. (Hrsg.), France-Allemagne au XXe siècle: la production de savoir sur l'Autre" (voI.I) Questions méthodologiques et épistémologiques, Bern u.a. 2011, S. 151-164.
  • Lagarde, Paul de (1827-1891), Orientalist, Kulturkritiker, Theologe, in: Killy Litera­turlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes, hrsg. v. Wilhelm Kühlmann u.a., Bd. 7, 2. vollständig überarb. Aufl., Berlin, New York 2010, S. 166-168 (E-Book: S. 10-12)
  • Parisius, Ludolf (1827-1900), Politiker, Publizist, Schriftsteller, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes, hrsg. v. Wilhelm Kühlmann u.a., Bd. 9, 2. vollständig überarb. Aufl., Berlin, New York 2010, S. 97-98 (E-Book: S. 41-42).
  • Konservative Milieus und die Europäische Revue (1925-1944), in: Michel Grunewald , Uwe Puschner (Eds./Hrsg.), Le milieu intellectuel conservateur en Allemagne, sa presse et ses réseaux (1890-1960)  / Das konservative Intellektuellenmilieu, seine Presse und seine Netzwerke (1890-1960), Bern u.a. 2003, S. 509-555.
  • Das Blaubuch (1906-1910): Wöchentlich ein kämpferischer Blick auf Politik, Literatur und Kunst, in: Michel Grunewald in Zusammenarbeit mit Hans Manfred Bock (Hrsg.), Le milieu intellectuel de gauche en Allemagne, sa presse et ses réseaux / Das linke Intellektuellenmilieu, seine Presse und Netzwerke (1890-1960), Bern u.a. 2002, S. 119-139.
  • Paul de Lagarde, in: Handbuch der Geschichte der völkischen Bewegung, hrsg. v. Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbrich, München 1996, S. 49-89.
  • Lagarde, Paul de (1827-1891), Orientalist, Kulturphilosoph, Theologe, in: Killy Litera­turlexikon 2. überarb. Aufl. Bd. 7 (1990), S. 111f.

 Enzyklopädik im europäischen Kontext, nationale Stereotypen

  • Camels in the Alps? Translation, Transfer, and Adaptation in Dutch Encyclopedias and Their European Predecessors, in: Translation and Transfer of Knowledge in Encyclopedic Compilation 1680-1830, ed. by Clorinda Donato and Hans-Jürgen Lüsebrink, Toronto University Press [Toronto 2018].

  • Enzyklopädien der Aufklärung in europäischen Vernakularsprachen und der Wissenstransfer über „Modell, Imitation und Kopie“, in: Cahiers d'études germaniques (CEG) 72/1 (2017), hrsg. v. André Combes und Christina Stange-Fayos, S. 23-48.

  • Weltwissen: Das Eigene und das Andere in Enzyklopädien und Wörterbüchern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts [Tagungsbericht über die eigene Tagung an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 31.10. - 01.11.2013], in: H-Soz-u-Kult vom 28.01.2014 [Link]. Derzeit wird das Manuskript des gleich betitelten Aufsatzbandes abgeschlossen, der noch 2017 erscheinen soll.

  • „Dieses Universallexicon hat seines Gleichen nicht“ – oder doch? Zedlers enzyklopädische Vorläufer in Europa, in: "Die gesammelte Welt". Wissensformen und Wissenswandel in Zedlers Universal-Lexicon, (= Schriften und Zeugnisse zur Buchgeschichte Bd. 19), hrsg. v. Kai Lohsträter und Flemming Schock, Wiesbaden 2013, S. 9-16.
  • „Alle Kreter lügen“. In: Damals. Das Magazin für Geschichte. 45. Jg. 3/2013, S. 49f.
  • Niemals ohne Gewähr. Über die Quellen nationaler Eigen- und Fremdbilder in europäischen Enzyklopädien und Universallexika, in: Allgemeinwissen und Gesellschaft, hrsg. v. Paul Michel, Madeleine Herren und Martin Rüesch, Aachen 2007, S. 195-225 [Link].
  • „Wache auf und lies…“. Zur Tradierung von Nationalstereotypen in europäischen Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts, in: Populäre Enzyklopädien. Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens, hrsg. v. Ingrid Tomkowiak, Zürich 2002, S. 197-221.
  • Stichwort Europa – Enzyklopädien und Lexika beschreiben den Kontinent (1700-1850), in: Europa im Umbruch 1750-1850, hrsg. v. Dieter Albrecht, Karl Ottmar Frh. v. Aretin u. Winfried Schulze, München 1995, S. 29-50.

 Europa & Europäer, Europapläne, Kulturtransfer

  • La mission de la «jeune génération» après 1918 chez R. N. Coudenhove-Kalergi et Karl Anton Rohan [Die Mission der «jungen Generation» nach 1918 bei R. N. Coudenhove-Kalergi und Karl Anton Rohan], in: Geschichte ordnen. Interdisziplinäre Fallstudien zum Begriff „Generation“. / L’Histoire mise en ordre. Études de cas interdisciplinaires sur la notion de "génération", hrsg. v. Catherine Mazellier-Lajarrige, Ina Ulrike Paul und Christina Stange-Fayos, (= Zivilisationen & Geschichte Bd. 59), Berlin u.a. (Peter Lang) 2019, S. 95-109.

  • „Erst … das Volk in Form gebracht“: Form- und Gestaltkonzepte für Europas Erneuerung bei Karl Anton Rohan, in: Diskurse über „Form“, „Gestalt“ und „Stil“ in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, hrsg. v. August Leugers-Scherzberg und Lucia Scherzberg, Saarbrücken 2017, S. 77-120.

  • Karl Friedrich Reinhard – Charles-Frédéric Comte de Reinhard. Französischer Verfassungspatriot und Weltbürger, in: Francia 43 (2016), S. 367-390 [im Druck].

  • „Erst … das Volk in Form gebracht“: Form- und Gestaltkonzepte für Europas Erneuerung bei Karl Anton Rohan, in: Diskurse über „Form“, „Gestalt“ und „Stil“ in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, hrsg. v. Lucia Scherzberg und August Leugers-Scherzberg, Saarbrücken 2016 [im Druck].

  • Karl Friedrich Reinhard (1761-1837) – Kosmopolit und Kulturvermittler zwischen Frankreich und 'Deutschland', in: Heimatblätter. Jahrbuch für Schorndorf und Umge-bung 29 (2015), S. 73-86.
  • Tertium comparationis. Hendrik Brugmans (1906–1997) über Europa, Frankreich und Deutschland, in: France-Allemagne au XXème siècle. La production de savoir sur l'autre (vol. 2) Les spécialistes universitaires de l’Allemagne et de la France au XXème siècle, 28 Seiten, hrsg. v. Michel Grunewald, Hans-Jürgen Lüsebrink, Reiner Marcowitz und Uwe Puschner, Bern u.a. 2012, S. 345-371
  • Reinhard, Karl Friedrich Graf von (1761-1837), französischer Diplomat, deutsch-französischer Literat, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes, hrsg. v. Wilhelm Kühlmann u.a., Bd. 9, 2. vollständig überarb. Aufl., Berlin, New York 2010, S. 522-523 (E-Book: S. 34-35)
  • Einigung für einen Kontinent von Feinden? R. N. Coudenhove-Kalergis „Paneuropa“ und K. A. Rohans „Reich über Nationen“ als konkurrierende Europaprojekte der Zwischenkriegszeit, in: Der Europa-Gedanke in Ungarn und Deutschland in der Zwischenkriegszeit, hrsg. v. Heinz Duchhardt und István Németh, Mainz 2005, S. 21-45.
  • In Kontinenten denken, paneuropäisch handeln. Die Zeitschrift Paneuropa 1924-1938, in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 5 (2004), hrsg. v. Heinz Duchhardt, S. 161-192.
  • Über den Europagedanken im 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: Das „gewollte“ Europa. Von der Utopie zur Realität. Symposion (= Arbeiten zu Recht, Geschichte und Politik in Europa, Heft 5), hrsg. v. Anita Ziegerhofer-Prettenthaler und Josef F. Desput, Graz 2004, S. 11-26.
  • Reinhard, Karl Friedrich Graf v. (1761-1837), französischer Staatsmann, deutsch-französischer Intellektueller und Literat, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), hrsg. v. d. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 21 (2003), S. 355-357.
  • Die „Europäische Rundschau“ (1946-1949), in: L’Europe dans les revues de langue allemande / Europa in den deutschsprachigen Zeitschriften (1945-1955) (= Convergences 8), hrsg. v.. Michel Grunewald u. Hans Manfred Bock, Bern u.a. 2001, S. 363-387.
  • Zum „Europäischen“ des „Museums für Europäische Kulturen“ (= Das Museum Europäischer Kulturen in Berlin. Kommentare zu einer Neugründung), in: Zeitschrift für Volkskunde. Halbjahresschrift der deutschen Gesellschaft für Volkskunde, 96. Jg. 2000, Bd. I, S. 62-66.
  • Die Monatsschrift Paneuropa 1933-1938 und Graf Coudenhove-Kalergi: Ein „getreues Spiegelbild seines Denkens und Wollens und Wirkens“, in: Der Europadiskurs in den deutschen Zeitschriften 1933-1939 /Le discours européen dans les revues allemandes (= Convergeance 4), hrsg. v. Michel Grunewald u. Hans Manfred Bock, Bern u.a. 1999, S. 161-193.
  • Einheit, Vielfalt, Zwiespalt: Nationale Identität und europäisches Bewusstsein in Westeuropa, in: Nation und Europa in der historisch-politischen Bildung (= Forum Neues Lernen), hrsg. v. Horst Gies, Schwalbach/Ts. 1998, S. 73-100.
  • Was uns trennt, verbindet uns auch. Ostmitteleuropa zwischen Ost und West, in: Praxis Geschichte 2/1995, S. 4-11.
  • Europa – der imaginäre Kontinent, in: Praxis Geschichte 2/1993, S. 4-10.
  • Reinhard, Karl Friedrich Graf von (1761-1837), französischer Staatsmann, Literat, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke in deutscher Sprache, hrsg. v. Walther Killy, Bd. 9, Gütersloh, München 1991, S. 369f.

 

(Süd- und Südwest-) Deutschland im 19. Jahrhundert

  • Die Völkerschlacht bei Leipzig in der Erinnerungskultur Südwestdeutschlands 1813 – 1913, in: Die Völkerschlacht bei Leipzig.  Verläufe – Folgen – Bedeutungen 1813 1913 – 2013 (= Beiträge zur Militärgeschichte, Bd. 77), hrsg. v. Martin Hofbauer und Martin Rink, Berlin, Boston: de Gruyter, Oldenbourg 2016, S. 247-268.
  • „Catholiken und Protestanten … nunmehr zu Brüdern umgewandelt“? Das Ringen um faktische Parität der Konfessionen zwischen Staat und katholischer Kirche in Württemberg im 19. Jahrhundert, in: Zwischen katholischer Aufklärung und Ultramontanismus. Neutestamentliche Exegeten der "Katholischen Tübinger Schule" im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung für die katholische Bibelwissenschaft, hrsg. v. Matthias Blum und Rainer Kampling, Tübingen 2012 (= Contubernium, Bd. 79), S. 9-42. - sehepunkte 14 (2014), Nr. 6 v. 15.06.2014 (Markus Müller) [Link].
  • [Mit Uwe Puschner] Regieren aus der Geschichte – Ludwig I. von Bayern, in: Médiation et conviction. Hommage à Michel Grunewald, ed. par Pierre Béhar, Françoise Lartillot et Uwe Puschner, Paris2007, S. 363-377.
  • Lola Montez (1818-1861), Tänzerin, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), hrsg. v. d. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 18 (1997), S. 50-51.
  • Parisius, Ludolf (1827-1900), Jurist, Parlamentarier, Journalist, Schriftsteller, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke in deutscher Sprache, hrsg. v. Walther Killy, Bd. 9, Gütersloh, München 1991, S. 82f.
  • Heinrich Ferdinand Philipp von Sybel (1781-1870), in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, hrsg. v. Friedrich Bautz, Bd. 11, Herzberg 1996, Sp. 314-320.
  • Die bayerische Trias-Politik in der Regierungszeit König Maximilian II. Zu Vorgeschichte, Idee und Wirklichkeit, in: König Maximilian II. von Bayern 1848-1864, hrsg. v. Rainer A. Müller, Rosenheim 1988, S. 115-129.
  • Hermann Levi (1839-1900), der erste „Parsifal“-Dirigent, in: Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Lebensläufe, hrsg. v. Manfred Treml u. Wolf Weigand, München 1988, S. 163-171.
  • [Mit Uwe Puschner]: „Walhalla’s Genossen“, in: „Vorwärts, vorwärts sollst du schauen…“. Geschichte, Politik und Kunst unter Ludwig I., Bd. 2: Aufsätze, hrsg. v. Johannes Erichsen u. Uwe Puschner, München 1986, S. 469-495.

 Napoleonische Ära, Reformzeit

  • Ein halbes Jahrhundert zu spät? Württembergs Emanzipationsgesetzgebung im Vergleich mit Baden, Bayern und Preußen, in: Jüdische Lebenswelten. Von der Antike bis zur Gegenwart (= Zivilisationen & Geschichte, Bd. 40), hrsg. v. Ernst Baltrusch und Uwe Puschner, Frankfurt a. M. u.a. 2016, S.159-174.
  • 14. Oktober 1806: Über die Sieger der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt, in: Erinnerungstage. Wendepunkte der Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. v. Etien­ne François und Uwe Puschner, München 2010, S. 127-144.
  • Diplomatie und Reformen „für Württembergs bleibende Größe“. Philipp Christian Friedrich Graf von Normann-Ehrenfels und die Entstehung des modernen württembergischen Staates, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 68 (2009) S. 321-343.
  • Aktion – Reaktion – Modifikation: Zur Durchsetzung staatlicher Reformpolitik in Württemberg, in: Krieg und Umbruch in Mitteleuropa um 1800. Erfahrungsgeschichte(n) auf dem Weg in eine neue Zeit, hrsg. v. Ute Planert, Paderborn 2009, S. 27-44.
  • Französische Freiheit zu deutschen Reformen. Politisch-gesellschaftliche und wirtschaftliche Modernisierungen im Zeitalter der Französischen Revolution, in: Révolution française et monde germanique, sous la direction de Françoise Lartillot et Reiner Marcowitz, Paris 2008, S. 119-139.
  • Integration durch Reform – Württembergs Weg aus dem Alten Reich zum modernen Staat, in: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 932-1806. Altes Reich und neue Staaten 1495-1806, Bd. 2: Essays, hrsg. v. Heinz Schilling, Werner Heun und Jutta Götzmann, Dresden 2006, S. 343-355.
  • Christian Philipp Graf von Normann-Ehrenfels (1756-1817), in: Neue Deutsche Biographie (NDB), hrsg. v. d. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bde. 19, Berlin (1999), S. 344-346.
  • Anastasius Ludwig Mencken (1752-1801), Königl. Preuß. Geh. Kabinettsrat, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), hrsg. v. d. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 17 (1994), S. 35-37.
  • Weisser, Friedrich Christoph (1761-1836), Satiriker, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke in deutscher Sprache, hrsg. v. Walther Killy, Bd. 12, Gütersloh, München 1992, S. 229f.
  • [Mit Uwe Puschner] Stein, Karl Reichsfreiherr vom und zum (1757-1831), Staatsmann, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke in deutscher Sprache, hrsg. v. Walther Killy,  Bd. 11, Gütersloh, München 1991, S. 153-155.
  • Garlieb Helwig Merkel (1769-1850), Schriftsteller und Journalist, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), hrsg. v. d. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 17 (1994), S. 149-151.

 Varia

  • 250 Kurzbiographien in: Bosls Bayerische Biographie, hrsg. v. K. Bosl, 2 Bde. Regensburg 1983-1988

Beiträge

Medien

      • Feature "Nationale Klischees. Hartnäckige Begleiter europäischer Annäherung“ von Dr. Sa-ine Korsukéwitz im Deutschlandradio Kultur, Zeitreisen (Sendung vom 31. Mai 2006, 19.30 Uhr).

      • ZDF im Internet – Zum Beitritt der zehn neuen Mitglieder der EU am 1. Mai 2004: Antworten zu Fragen nach "Nationalen Eigenheiten". Zu finden ist der Beitrag unter "Beitrittsländer", interaktive Ebene (rechts oben "interaktiv" anklicken) im Teilmodul "Experten-Meinungen" [Link]

      • Feature "Bescheidenheit" von Dr. Sabine Korsukéwitz im DeutschlandRadio Berlin (Sendung vom 8. Mai 2004).

Rezensionen

      • Michel Broers: Napoleon’s Other War. Bandits, Rebels and their Pursuers in the Age of Revolution, Oxford 2010. [Link]

      • Alan Forrest u.a. (Hg.), The Bee and the Eagle. Napoleonic France and the Endof the Holy Roman Empire (= War, Culture and Society, 1740-1850). [Link]

      • Ulrike Hasemann-Friedrich, „Ich erschien mir als Mensch ohne Vaterland.“ Karl Friedrich Reinard (1761-1837) – ein Württemberger im französischen Diplomatendienst, Hamburg 2007. [Link]

      • Anne-Marie Saint-Gille, La "Paneurope". Un débat d'idées dans l'entre-deux-guerres. Paris 2003, 389 S., in: HZ 281 (2005), Heft 3, S. 802-804.

      • A man and a movement – Neuerscheinungen zu R. N. Coudenhove-Kalergi. Eine Sammelrezenion, in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 6 (2005).

      • Alon Confino, The Nation as a Local Metaphor: Württemberg, Imperial Germany and National emory, 1871-1918, Chapel Hill, London 1997, in: National Identities, Vol. 4, No. 1 (2002), S. 83-86.

      • Ludger Herrmann, "Die Herausforderung Preußens." Reformpublizistik und politische Öffentichkeit in Napoleonischer Zeit, Frankfurt a. M. 1998, in: ZfG 47. Jg. (1999), H. 9, S. 840ff.

      • Ulrich Speck, Staatsordnung und Kommunalverfassung. Die Formierung moderner Gemeindeonzeptionen in Württemberg zwischen Ancien Régime und Frühkonstitutionalismus (= Europäsche Hochschulschriften, Reihe III: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften, Bd. 723), Frankurt a. M. u.a. 1997, 263 S., in: ZfG 46. Jg. (1998), H. 12, S. 1127ff.

      • Brendan Simms, The Impact of Napoleon. Prussion high politics, foreign policy andthe crisis of the executive, 1797-1806. Cambridge 1997, 390 S., in: German Historical Institute London, Bulletin, Vol. XX, No. 2 (November 1998), S. 59-64.

      • Deutsche Geschichte in Bildern (zus. mit Eli A. Nathans), hg. v. Christoph Stölzl, 2. verm. Aufl. München u. Belin 1997, in: ZfG 46. Jg. (1998), H. 9, S. 844-847.

      • Literatur und Nation. Die Gründung des Deutschen Reiches 1871 in der deutschsprachigen Literatur, hg. v. Klaus Ammann u. Karl Wagner, Wien u.a. 1996, in: Juni. Magazin für Literatur & Politik, Nr. 25 (1997), S. 190ff.

      • Kybele-Prophetin-Hexe. Religiöse Frauenbilder und Weiblichkeitskonzeptionen, hg. v. Richard Faber u. Susanne Lanwerd, in: ZfG 45. Jg. (1997), H. 12, S. 1102ff.

      • Fred E. Schrader, Die Formierung der bürgerlichen Gesellschaft 1550-1850 (= Europäische Geschichte), Frankfurt a. M. 1996, in: ZfG 45. Jg. (1997), H. 2, S. 156f.

      • Deutsche Geschichte in Bildern, hg. v. Christoph Stölzl, München u. Berlin 1995, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) 43. Jg. (1995), H. 12, S. 1123f.

      • Kunst und Sozialgeschichte. Festschrift für Jutta Held, hg. v. Martin Papenbrock u.a., in: ZfG 44. Jg. (1996), H. 7, S. 630ff.

Beiträge zu Ausstellungen und Ausstellungskatalogen

    • Zus. mit Uwe Puschner: Texttafeln zum "langen 19. Jahrhundert" für die neue Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin (Eröffnung: Juni 2006).

    • Texttafeln zur Frühen Neuzeit und Neuzeit für die Dauerausstellung "Bilder und Zeugnisse der deutschen Geschichte" des Deutschen Historischen Museums Berlin im Zeughaus, Berlin 1995.

    • "Siehe der Stein schreit aus der Mauer". Geschichte und Kultur der Juden in Bayern, hg. v. B. Deneke u.a., Nürnberg 1988.

    • Reichsstädte in Franken, hg. v. Rainer A. Müller u. B. Buberl, München 1987.

    • "Vorwärts, vorwärts sollst du schauen...". Geschichte, Politik und Kunst unter Ludwig I., Bd. 1, hg. v. J. Erichsen u. M. Henker, München 1986.

    • Wittelsbach und Bayern, Bde. II/2 u. III/2, hg. v. H. Glaser, München u. Zürich 1980.

Mentoring
Tutoring
OSA Geschichte