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Verleihung der Ehrendoktorwürde an Margot Friedländer

Im August 2019 war Margot Friedländer bereits zu Gast an der Freien Universität. Damals las sie aus ihren Erinnerungen.

Im August 2019 war Margot Friedländer bereits zu Gast an der Freien Universität. Damals las sie aus ihren Erinnerungen.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Den Artikel zur Verleihungszeremonie finden Sie bei campus.leben hier.

News vom 24.05.2022

Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin ehrt die Holocaust-Überlebende als beispielhafte „Bürgerwissenschaftlerin". Seit Jahrzehnten setzt sich die 100-jährige Margot Friedländer im Dialog vor allem mit jungen Menschen für die Erinnerung an die Shoa ein.

Die Laudatio hält die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, emeritierte Professorin der Universität Konstanz. Grußworte halten Ulrike Gote, Senatorin des Landes Berlin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, und Universitätspräsident Prof. Dr. Günter M. Ziegler. Der Historiker Prof. Dr. Paul Nolte wird ein Podiumsgespräch mit Margot Friedländer und Vincent Bruckmann führen: Der Student im Masterstudiengang Public History hatte Margot Friedländer im Jahr 2019 an die Freie Universität eingeladen, wo sie aus ihren Erinnerungen las.

Wann? 25. Mai 2022 um 17 Uhr
Wo? Livestream aus dem Max-Kade-Auditorium im Henry-Ford-Bau, Freie Universität Berlin

Bitte beachten Sie: Die Anmeldung zu der Veranstaltung musste aufgrund des großen Interesses geschlossen werden, eine Teilnahme in Präsenz ist leider nicht mehr möglich. Wir bitten um Verständnis. Sie können die Veranstaltung auch per Livestream auf Youtube verfolgen. Die Veranstaltung wird außerdem aufgezeichnet. 

Über Margot Friedländer

Die am 21. November 1921 geborene Margot Friedländer musste sich als Jüdin in Berlin vor den Nationalsozialisten verstecken. Ihre Familie wurde nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sie selbst wurde in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und emigrierte 1946 mit Ihrem Mann Adolf Friedländer, den sie in Theresienstadt kennengelernt hatte, in die USA. Nach dessen Tod im Jahr 1997 begann sie, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. 2004 erschien zunächst der Film „Don’t call it Heimweh“, für den sie nach Berlin zurückkehrte. 2010 erschien bei Rowohlt ihr Buch „Versuche, dein Leben zu machen“, der Titel nimmt die letzten Worte der Mutter an die Tochter auf. 

Den Dialog vor allem mit jungen Menschen hat sich Margot Friedländer zur Lebensaufgabe gemacht. Schon vor ihrer endgültigen Rückkehr aus den USA in ihre Heimatstadt Berlin im Jahr 2010 besuchte sie Schulklassen, hielt Lesungen, rief zur Wachsamkeit vor Antisemitismus und Totalitarismus auf.

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