Seminar (13003): Einführung in die Generationengeschichte

Dr. Daniel Morat

Mittwoch 10-12 Uhr, Koserstr. 20, A 121

Generationenforschung hat Konjunktur. Auch in der Geschichtswissenschaft ist es seit einiger Zeit besonders für das 20. Jahrhundert üblich geworden, dessen wechselvolle Geschichte mit Begriffen wie der „Kriegsjugendgeneration“ des Ersten Weltkriegs, den „Flakhelfern“ oder den „Achtundsechzigern“ besser verstehen zu wollen. Generation und Generationalität sind allerdings über die politischen Generationen des 20. Jahrhunderts hinaus ganz grundlegende Kategorien des historischen Wandels. Durch die Lektüre theoretischer und methodischer Texte ebenso wie durch die Betrachtung verschiedener historischer Beispiele beschäftigt sich das Seminar auf breiter Ebene mit dem Nutzen und der Tragweite des Generationskonzepts für die Geschichtswissenschaft. Dabei vermittelt es zugleich den kritischen Umgang mit verschiedenen Ansätzen und Theorien der Geschichtswissenschaft und führt in deren Arbeitstechniken ein.

 

Einführende Literatur: Ulrike Jureit, Generationenforschung, UTB Taschenbuch, Göttingen 2006 (zur Anschaffung empfohlen); Ulrike Jureit/Michael Wildt (Hg.), Generationen. Zur Relevanz eines wissenschaftlichen Grundbegriffs, Hamburg 2005; Bernd Weisbrod, Generation und Generationalität in der neueren Geschichte, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 8/2005, S. 3-9.

Geschichte und Gesellschaft
Arbeitsbereich Zeitgeschichte
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Moral Economies of Modern Societies
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