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Abgeschlossene Archäologische Projekte

Luftbild des Grabungsabschnitts Mittlere Unterstadt II mit den Grabungsstellen „Neuassyrische Residenzen“ (links) und „Rotes Haus“, Zustand 2008.

Tell Schech Hamad (Syrien)

Hartmut Kühne

01.04.1978 — 31.03.2013

Die Ausgrabungen in Tell Schech Hamad Am 13. September 1977 wurde durch den Zufallsfund von mittelassyrischen Keilschrifttafeln am Tall Šēḫ Ḥamad (Syrien) im Rahmen einer archäologischen Geländebegehung des "Tübinger Atlas des Vorderen Orients" (TAVO) am Unterlauf des Habur entdeckt, dass der moderne Ort sehr wahrscheinlich mit der verschollenen assyrischen Stadt "Dur-Katlimmu" (13.–7. Jahrhundert v. Chr.) identisch sein würde. In dem bis dahin archäologisch nicht erforschten Gebiet wurde daraufhin das Projekt "Ausgrabung in Tall Schech Hamad" ins Leben gerufen, das diese Identifikation bestätigte und darüber hinaus festgestellt hat, dass die Stadt Dur-Katlimmu ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. den aramäischen Zweitnamen Magdalu führte, der, leicht abgewandelt zu Magdala, in der parthisch-römischen Zeit bis zur Aufgabe der Siedlung im 3. Jahrhundert nach Christus weitergeführt wurde. Das von der DFG geförderte interdisziplinäre Langzeitprojekt hat von 1978 bis 2010 über die schwerpunktmäßige Ausgrabung hinaus kultur-historische und landschafts-archäologische Grundlagenforschung im gesamten Flussabschnitt des Unteren Habur (Syrien) geleistet. Die Ergebnisse liegen in 17 Bänden der Reihe "Berichte der Ausgrabung Tall Šēḫ Ḥamad / Dūr-Katlimmu" publiziert vor (Stand 2026), die kostenfrei heruntergeladen werden können. Weitere Bände sind in Vorbereitung. Die analogen Forschungsdaten des Ausgrabungsprojektes werden gegenwärtig digitalisiert und sukzessiv für die schon erschienenen Publikationen der Serie "Berichte der Ausgrabung Tall Šēḫ Ḥamad / Dūr-Katlimmu" im Repositorium "Refubium" zugänglich gemacht. Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Kühne, Freie Universität Berlin (im Ruhestand, z.Zt. ehrenamtliche Forschungsstelle für die Leitung des Lower Habur Archaeological Project Archivs und der Sammlung)

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