Vortrag: Buddhistische Nonnen in der gegenwärtigen Volksrepublik China – Erfahrungen aus einer einjährigen Feldforschung

01.02.2018 | 12:00

Johanna Lüdde (Berlin)

Der Vortrag gibt einen Einblick in ein DFG-Projekt über buddhistische Nonnen in der gegenwärtigen Volksrepublik China, das auf einer (bereits abgeschlossenen) einjährigen qualitativen Feldforschung in buddhistischen Nonnenklöstern in Zentralchina beruht. Die Studie befasst sich mit der Frage, wie sich die Nonnen am buddhistischen Entwicklungsdiskurs beteiligen, der von Mönchen dominiert zu sein scheint: Wie bringen sich die Nonnen in der derzeit heftig geführten Debatte, welche Richtung der Buddhismus auf dem Festland in Zukunft einschlagen soll, ein? Auf welche Weise versuchen sie, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen, obwohl der hegemoniale buddhistische Geschlechterdiskurs den Nonnen ein im Vergleich zu den Mönchen isolierteres Leben hinter Klostermauern zuweist? Thematisiert werden sollen auch konkrete Erfahrungen aus der Feldforschung, die in China mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist. Was kann auf den_die Forscher_in zukommen, und wie sind etwaige Klippen erfolgreich zu umschiffen?


Dr. Lüdde studierte Sinologie und Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin und promovierte 2011 zum Thema „Die Konversion chinesischer Studierender in Deutschland zum Christentum (protestantischer Prägung)“ an der Universität Leipzig. Für ihre Promotion erhielt sie 2013 den Dissertationspreis der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft e.V. Sie lehrte unter anderem in an der Shaanxi Normal University in Xi’an (China) sowie seit 2016 am sinologischen Institut der Freien Universität Berlin. Seit 2017 arbeitet sie in einem DFG-Forschungsprojekt („eigene Stelle“) zum Thema „Die Beteiligung der buddhistischen Nonnen am buddhistischen Entwicklungsdiskurs in der gegenwärtigen Volksrepublik China“.

Zeit & Ort

01.02.2018 | 12:00

Neubau "Holzlaube", Room 1.1062

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