Vortrag@KI: »Beauty without order«. Der europäische Landschaftsgarten – ein Kulturimport aus China?

05.03.2018 | 18:00

Dr. Hans von Trotha, Berlin

Die Gartenkunst, meinte A.W. Schlegel, sei die einzige Kunst, in dem die Engländer „Anspruch machen können, original zu sein". Er meinte damit den Landschaftsgarten, der Europa im 18. Jahrhundert unter dem Namen Englischer Garten flächendeckend prägte. In China hatte es Landschaftsgärten schon Jahrhunderte zuvor gegeben. Da lag und liegt der Schluss nahe, Europa habe sich hier an der chinesischen Tradition orientiert. Doch ist das wirklich ein folgerichtiger Schluss? Der Vortrag geht dieser Frage anhand von Quellen und Fallbeispielen nach.

Hans von Trotha hat an der FU Berlin über die Wechselwirkung von Philosophie, Literatur und Gartenkunst im 18. Jahrhundert promoviert. Das Thema hat ihn zeitlebens begleitet, er hat vielfach dazu publiziert. 2015 unternahm er eine Studienreise nach China, um der Genealogie und dem Wesen europäischer und chinesischer Landschaftsgärten nachzugehen. 2016 war er Co-Kurator der internationalen Ausstellung Gärten der Welt in Zürich. Zuletzt erschien 2016 sein Buch Im Garten der Romantik.

Zeit & Ort

05.03.2018 | 18:00

R. 203 (großer Hörsaal)
Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
Goßlerstraße 2-4
14195 Berlin

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