Springe direkt zu Inhalt

Neue Publikation: Nora Bartels: Halb im Scherz. Inoue Hisashi und die gesaku-Literatur der Edo-Zeit

News vom 09.11.2022

Nora Bartels

Halb im Scherz

Inoue Hisashi und die gesaku-Literatur der Edo-Zeit

(Iaponia Insula, Bd. 38, herausgegeben von Irmela Hijiya-Kirschnereit)

2022, 307 Seiten, kt., 37,— EUR

ISBN: 978-3-86205-262-2

Gesaku, zu deutsch »spielerische Werke« oder »im Spaß Gemachtes«, ist ein Begriff für verschiedene Arten von Prosa der mittleren und späten Edo-Zeit, deren Kennzeichen Humor und ein ausladendphantasievoller Umgang mit der Sprache ist. Inoue Hisashi (1934–2010), dessen Schaffen ihm nicht nur den Naoki-Preis und zahlreiche weitere Auszeichnungen, sondern auch ein ausgesprochen großes Lesepublikum verschaffte, greift in seinen Dramen, Romanen, Erzählungen und Essays Traditionen der Edo-Zeit auf, sei es im Stil, in der Themenwahl, oder indem er sich theoretisch wie historisch mit der Gesaku-Literatur und ihren Schriftstellern beschäftigt. Inoue wurde in verschiedenen Zusammenhängen shin gesakusha (»neuer Gesaku-Literat«) genannt. Wie aber ist die Bezeichnung shin gesakusha zu verstehen, die in der japanischen Literaturwissenschaft für eine Reihe höchst unterschiedlicher Schriftsteller bemüht wurde? Sind inhaltliche oder stilistische Merkmale hier Kriterium? Oder fließen andere Überlegungen ein? Lässt sich Gesaku als Genre definieren, und wenn ja, ist es sinnvoll, diesen Begriff für Literatur der Gegenwart zu benutzen? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen führt die vorliegende Arbeit eine philologische Analyse ausgewählter Werke Inoues mit Bezugnahme zu ihren Edo-zeitlichen Referenzen durch.

Inhalt

Einleitung

1. Inoues frühe Schaffensperiode

2. Gesaku der Edo-Zeit

3. Gesaku nach der Edo-Zeit

4. Merkmale der historischen Gesaku-Literatur

5. Methode

6. Inoues Gesaku-Verständnis

7. Inoues Gesaku-Dramen

8. Inoues Gesaku-Erzählungen

9. Ergebnisse

10. Anhang

11. Literaturverzeichnis

3 / 56