Geschichte Nordamerikas

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Nordamerika hat als geografischer Raum seit der Neuzeit für die Geschichtswissenschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen. Zunächst war es Schauplatz kolonialer Expansion der drei europäischen Mächte Großbritannien, Frankreich und Spanien. Ab den 1760er Jahren wurde es mit der zunehmenden Emanzipation der dreizehn britischen Kolonien und der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Versuchsfeld für den Aufbau neuer Staats- und Gesellschaftsstrukturen. Die scheinbar unaufhaltsame Expansion der USA nach Westen ging in den nächsten 100 Jahren vor allem auf Kosten der indianischen Bevölkerung.

Mit der Gründung Kanadas aus einzelnen britischen Teilkolonien in Nordamerika im Jahre 1867 wurde ein weiter Föderalstaat auf dem Kontinent geschaffen, dessen Entwicklung sich seither in vielfältiger Wechselbeziehung zum "großen Nachbarn" vollzogen hat.

Mit dem Aufstieg der USA zur Weltmacht seit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 sind die Vereinigten Staaten auch zunehmend ein internationaler Akteur geworden. Dies hat den Untersuchungsgegenstand "Nordamerika" aus historischer Perspektive weiter an Bedeutung gewinnen lassen.

Der Schwerpunkt Geschichte am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien führt in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Disziplin ein und analysiert historische Entwicklungen, Strukturen und Institutionen, Diskurse und Praktiken in Nordamerika.

Besondere Schwerpunkte der Forschung und Lehre zu den Vereinigten Staaten und Kanada bilden dabei die folgenden Themenkomplexe: Transnationale und transregionale Geschichte des atlantischen Raumes, Nation und Nationsbildung, Modernisierung und sozialer Wandel, Außenpolitik und internationale Beziehungen sowie Kulturtransfers, soziale Bewegungen und Migrationsprozesse.