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Materialität und Digitalität in der Manuskriptologie: die Codices Vercellensis (VL3) und Sangallensis 1395 (Σ)

Im Rahmen dieses interdisziplinären Forschungsprojekts mit Kolleg:innen der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Institut für Computational Ancient Studies (CompAS) der Freien Universität Berlin soll eine umfassende Analyse, eine Digitalisierung auf dem neusten Stand der Technik (einschließlich multispektraler Bildgebung, Röntgenfluoreszenzanalyse und optischer 3D-Messung) sowie eine virtuelle Präsentation der ältesten lateinischen Hss. der Vetus Latina und der Vulgata erarbeitet werden. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Analysen umfassen: (1) paläographische und kodikologische, (2) philologische und theologische, (3) genealogische und (4) liturgische Untersuchungen. Die beiden Handschriften werden unter Berücksichtigung ihres weitreichenden kulturellen und historischen Kontexts untersucht und im digitalen Müsteraner Handschriftenraum (NT.VMR) veröffentlicht. Diese Forschung wird zudem durch Vergleiche mit anderen wichtigen Handschriften erweitert, indem die Kollationssoftware LERA angewendet und erweitert wird. Damit ordnet sich das Projekt in seinem Forschungsansatz der Manuskriptologie zu und versucht, das Fachwissen verschiedener Disziplinen anhand eines begrenzten Untersuchungsgegenstands in einem digitalen Raum zu integrieren.