Der globalisierte Gaumen: Ostasiens Küchen auf Reisen

Eine Veranstaltung des Instituts für Japanologie und des Instituts für Koreastudien der Freien Universität Berlin.

News vom 26.09.2017

Längst sind sie ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Stadtlandschaften geworden: Restaurants, die chinesische, koreanische oder japanische Küche anbieten. Die Thai- und die vietnamesische Küche haben mittlerweile selbst die deutsche Provinz erobert. Ein Zeichen für kulinarische Globalisierung? Bei genauerem Hinsehen stellen sich manche Fragen: Was wird denn jeweils als „authentische“ Landesküche angeboten? Sind die Betreiber und Köche in Japan- Restaurants eigentlich Japaner? Und wenn nicht, was tut es zur Sache? Wie hat sich das, was heute als „chinesische“ Küche oder eine ihrer regionalen Varianten angeboten wird, an den einheimischen Geschmack und Erwartungen von „Chinesisch-heit“ angepasst? Wann und warum fand die Thai-Küche hierzulande Akzeptanz? Wie wird Ethnizität inszeniert? Welche politischen, ökonomischen und kulturellen Faktoren spielen eine Rolle? Wie beeinflussen sie das Image der Weltregion, mit der sie in Verbindung gebracht werden? Aber auch: Was machen die Geschmackserfahrungen und die neuen Formen von Gastlichkeit mit uns? Was erzählen uns die Speisekarten „exotischer“ Küchen über Möglichkeiten und Grenzen von Assimilation und Übersetzung? Die Entgrenzung durch Globalisierung führt teilweise zu neuen Grenzziehungen. Sie reicht aber oftmals weit in die Vergangenheit zurück. Dies alles wollen wir aus unterschiedlichen Fachperspektiven und mit internationalen Experten beleuchten und diskutieren und damit zugleich das neue interdisziplinäre Forschungsfeld der Kulinaristik (Food and Hospitality Studies) vorstellen.

  • Jeden Donnerstag, 16.15 - 18.00 Uhr; Beginn: 26.10.2017
  • Gebäudekomplex Fabeckstr. 23-25, Seminarraum -1.2009,
    14195 Berlin U3 Dahlem-Dorf, Bus 110, M11, X83
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