Masumi Muraki: Mitsuko, die Mutter des Gründers der Paneuropa-Bewegung Richard Coudenhove-Kalergi - Welche Rolle spielte diese Japanerin der Meiji- und Taisho-Zeit als kulturelle Mittlerin

Donnerstag, 29.11.2012

In diesem Jahr wird die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der Weg, den die EU beschreitet, ist auch heute keineswegs ohne Hürden. Als jedoch Richard Coudenhove-Kalergi 1923 in Wien die Paneuropäische Bewegung ins Leben rief, lag der Weg zu einem einigen Europa noch in weiter unabsehbarer Ferne. Mitsuko, die Mutter dieses Europa-Aktivisten, war eine Frau, die ihrem Mann aus Japan nach Europa folgte und dabei einen damals unerhört weiten Weg auf sich nahm. Wie beeinflusste ihr Leben als eine Orientalin inmitten einer fremden Kultur ihren Sohn? Wie bewertete man überhaupt zur damaligen Zeit internationale Heiraten in Japan?

Der Vortrag geht dabei auch auf Schicksale von Japanerinnen aus dieser Zeit wie Hana Bälz und Ragusa Tama ein.

 

Zu Masumi MURAKI:

Geboren am 17. 07. 1942 in der Präfektur Tokyo; 1968 Studienabschluss in Literaturwissenschaften am Graduiertenkolleg der Waseda University u.a. Im Anschluss absolviert sie ein einjähriges Auslandsstudium an der Stockholm University und ist sechs Monate lang für die JETRO-Niederlassung in Stockholm tätig. Seit Oktober 1969 lebt sie in München.

Bislang hat sie insgesamt dreizehn Werke (in japanischer Sprache) veröffentlicht, u.a. „Hana – eine Reise zu Bälz“, „Mitsuko und die sieben Kinder“, „Shûji Terayama im Mai“, „Pianisten mit der linken Hand“, „Die Geburt des Lendenschinkens“ und „Das Leben Ludwig II.“