Britische Ästhetisierung islamischer Kunst und Architektur in Jerusalem 1918–1926: Die Pro-Jerusalem Society um Charles Robert Ashbee und Sir Ronald Storrs

Institution:

Kunsthistorisches Institut

Mitarbeiter/innen:
Förderung:

DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Projektlaufzeit:
01.05.2015 — 31.12.2019

Angesichts aktueller wissenschaftlicher Debatten um die britische Herrschaft über Palästina 1917–1948 und ihre dramatischen Auswirkungen für die arabischen und jüdischen Bevölkerungsgruppen entwickelt das Forschungsprojekt eine kunsthistorische Perspektivierung. Ziel ist, die ästhetische Favorisierung Jerusalemer islamischer Baukunst und arabischen Kunsthandwerks während der britischen Militär- und frühen Zivilverwaltung kunsthistorisch aufzuarbeiten und in den Zusammenhang westlicher Positionen während der Frühzeit des modernen arabisch-palästinensischen Nationalismus zu stellen. In Abgrenzung zu bisherigen Untersuchungen sollen die Initiativen methodisch nicht eurozentristisch als britisch-kolonialer Kulturimport, sondern, in enger Anbindung an die Ziele der DFG-Forschergruppe „Transkulturelle Verhandlungsräume von Kunst. Komparatistische Perspektiven auf historische Kontexte und aktuelle Konstellationen“ (FOR1703), vielmehr unter dem Gesichtspunkt transkultureller Verflechtungsdynamiken analysiert werden. Die Fallstudie liefert einen regionalen Schwerpunkt transkultureller Vermittlung im Nahen Osten, eine Region, die seit der Einrichtung einer Professur für Islamische Kulturen 2014 einen neuen Schwerpunkt am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität darstellt. Das Forschungsprojekt soll mit der Veröffentlichung einer Monografie abgeschlossen werden, in deren Abbildungsteil die zahlreichen Bildquellen erstmalig zugänglich werden.