Chinesische Mauer

Sinologie / Chinastudien

Die Sinologie am Ostasiatischen Seminar (OAS) der Freien Universität Berlin gehört zu den größten und traditionsreichsten sinologischen Fachrichtungen Deutschlands. Ihre Geschichte reicht zurück in die Phase der Herausbildung und Institutionalisierung des Faches im 19. Jahrhundert, und ihre Entwicklung war sowohl von der allgemeinen Geschichte Deutschlands als auch von der komplexen Geschichte der Stadt Berlin geprägt. Ebenso haben übergreifende wissenschaftstheoretische Entwicklungen und das Profil der einzelnen Lehrstuhlinhaber die Ausprägung des Faches zu bestimmten Zeiten beeinflusst.

Die Fachrichtung Sinologie / Chinastudien ist an der Freien Universität Berlin von einem sozialwissenschaftlichen und interdisziplinären Selbstverständnis geprägt. Methoden und Theorien der systematischen Disziplinen werden dabei auf China angewandt und modifiziert. Im Mittelpunkt von Lehre und Forschung stehen die Gesellschaft des modernen und gegenwärtigen China und der historische Prozess ihrer Herausbildung. Einen besonderen Raum nimmt dabei die Sprachausbildung ein.

Das Studium der Sinologie soll dazu befähigen, gesellschaftliche Zusammenhänge und historische Prozesse auf der Grundlage originalsprachiger Quellen methodisch adäquat, systematisch und kritisch zu analysieren.

Derzeit studieren ca. 400 Studierende im Hauptfach Sinologie / Chinastudien. Am Institut wird mit den Berliner Chinaheften / Chinese History and Society die wichtigste deutschsprachige Zeitschrift zur Geschichte und Gesellschaft des modernen China herausgegeben. Im Lit-Verlag, Münster,  erscheint mit den Berliner-China Studien eine eigene Buchreihe.