Französische Kunst im Nachkriegsdeutschland - Deutsche Moderne in Frankreich nach 1945

Institution:

Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris und Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin

Mitarbeiter/innen:
Wissenschaftliche Mitarbeiter für einen Teil des Projektzeitraumes waren:
Dr. Isabelle Ewig
Dr. Ruth Langenberg
Dr. des. Philipp Gutbrod
Eike Stratmann M.A
Dr. Aymone Nicolas
Sophie Collombat M.A.
Dr. Friedericke Kitschen
Förderung:

Fritz Thyssen Stiftung

Projektlaufzeit:
01.09.2001 — 31.12.2006

Die intensiven und vielfältigen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern von 1945 bis zur Documenta II (1959), die von der Forschung bisher allenfalls in Ansätzen untersucht worden sind, stehen im Mittelpunkt des Projektes Französische Kunst im Nachkriegsdeutschland - Deutsche Moderne in Frankreich nach 1945. Das deutsch-französische Forschungsunternehmen, das das Deutsche Forum für Kunstgeschichte mit Unterstützung der Thyssen-Stiftung (Köln) durchführt, versteht sich als ein Beitrag zur europäischen Geschichte der Nachkriegsmoderne sowie als Möglichkeit der gezielten wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.

Seine Aufgabe ist es, erstmals auf verschiedenen Ebenen den deutsch-französischen Kunst- und Kulturtransfer in dem genannten Zeitraum zu rekonstruieren, die vielfältigen künstlerischen und kulturpolitischen Kontakte in ihrem historischen Kontext zu beschreiben sowie nach den Trägern und unterschiedlichen Motivationen dieser bilateralen Beziehungen zu fragen. Dazu werden in einer Datenbank die wichtigsten kunstkritischen und -historischen Schriften erfaßt und analysiert, eine Dokumentation der deutsch-französischen Ausstellungen erstellt sowie durch die systematische Rekonstruktion der Künstlerkontakte der hohe kunsthistorische Stellenwert der réconciliation franco-allemande für die Entwicklung der Nachkriegsmoderne in beiden Ländern aufgezeigt. Diese bilaterale Grundlagenforschung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin sowie mit Kollegen und Institutionen beider Länder und unterschiedlicher Disziplinen.

Verschiedene internationale Workshops und Vortragsveranstaltungen begleiteten und förderten den wissenschaftlichen Fortgang des Projekts.

Folgende Publikationen gehen u.a. aus dem Projekt hervor:

Martin Schieder: Im Blick des anderen. Die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, mit einem Vorwort von Werner Spies und einem Gedicht von K. O. Götz, Berlin 2005 (Passagen/Passages, Bd. 12).

In die Freiheit geworfen. Positionen zur deutsch-französischen Kunstgeschichte nach 1945 (mit einem Vorwort von Thomas W. Gaehtgens), hrsg. von Martin Schieder und Isabelle Ewig, Berlin 2006 (Passagen/Passages, Bd. 13).

Art vivant. Deutsch-französische Kunstkritik, 1945–1960, hrsg. von Martin Schieder und Friederike Kitschen (Passagen/Passages, Bd. 14). [in Vorbereitung]