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Mosse Art Research Initiative (MARI)

Institution:

Kunsthistorisches Institut
Mosse Art Research Initiative (MARI)
Berliner Mäzenatentum. Die Kunstsammlung Rudolf Mosse (1843—1920). Aufbau — Bedeutung — Verlust

Förderung:

Das Forschungsprojekt wird durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg und das Mosse Art Restitution Project gefördert.

Projektlaufzeit:
01.03.2017 — 29.02.2020

Berliner Mäzenatentum. Die Kunstsammlung Rudolf Mosse (1843—1920). Aufbau — Bedeutung — Verlust

Mosse Art Research Initiative (MARI)

Datenbank

Das Projekt erforscht den Verbleib Tausender Werke aus dem früheren Besitz des deutsch-jüdischen Verlegers Rudolf Mosse (1843–1920) und die näheren Umstände des Entzugs durch die Nationalsozialisten. Als Kooperationsprojekt zwischen Universität, Museen, Archiven und der Erbengemeinschaft der Familie Mosse kann die Mosse Art Research Initiative (MARI) als weltweit einmaliges Vorhaben der Provenienzforschung gelten.

Konkretes Ziel des Projekts ist es, die ehemals Rudolf Mosse und seiner Familie gehörenden Werke zu identifizieren und zu lokalisieren, das heißt die einzelnen Stationen und Wege bis zum heutigen Standort nachzuvollziehen und die genauen Verlustumstände während des NS-Regimes zu klären. Ferner sollen Erkenntnisse über das Verwertungssystem von entzogenem Kulturgut in der Frühphase des nationalsozialistischen Regimes gewonnen werden. Die Forschungsergebnisse beider Annäherungen – Provenienz- und Kontextforschung – sollen in ihrem relationalen Bedeutungsgefüge sowohl zur allgemeinen Aufklärung von NS-Verbrechen beitragen als auch ein ehrendes Gedenken an Rudolf Mosse, den prägenden Kunstförderer, Mäzen und Philanthropen, wachrufen.

Beteiligt sind neben der Mosse-Erbengemeinschaft und der Freien Universität die Kulturstiftung der Länder, die Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Stiftung Jüdisches Museum Berlin und das Landesarchiv Berlin. Kooperationspartner sind zudem die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das Wallraf-Richartz-Museum Köln, das Museum Wiesbaden, das Museum der Stadt Worms und die Mathildenhöhe Darmstadt. Das Forschungsprojekt wird durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg und das Mosse Art Restitution Project gefördert.