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Semitistik

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Die Definition der Semitistik

Die Semitistik erforscht die Sprachen, Kulturen und die Geschichte der semitischen Völker des Vorderen Orients. Arbeitsschwerpunkte der Semitistik in Berlin sind Äthiopistik, Aramaistik, Hebraistik, Mandäistik, Samaritanistik und semitische Inschriftenkunde (Epigraphik). In diesen Bereichen werden laufend Lehrveranstaltungen angeboten.

Hinzu kommen Forschungsprojekte, u.a. zur Edition mandäischer Handschriften und zur Edition altnordarabischer Inschriften sowie zu Studien am Horn von Afrika, die durch die Einbindung von Gastwissenschaftlern und Doktoranden bereichert werden.

Die Zeugnisse der semitischen Sprachen reichen vom 3. vorchristlichen Jahrtausend bis in die Gegenwart, und eine nicht geringe Zahl dieser Sprachen hat religiöse Literaturen hervor­gebracht, die bis heute für die verschiedensten Religionsgemeinschaften von Bedeutung sind. Die Semitistik bietet damit vielfältige Forschungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten und immer wieder Verknüpfungen mit benachbarten Fächern. Fächerübergreifende Verbundprojekte und internationale Tagungen nehmen diese Beziehungen auf und prägen den interdisziplinären Charakter der Semitistik an der Freien Universität Berlin.

Gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Historische Geographie des Antiken Mittelmeerraums des Friedrich-Meinecke-Instituts (Prof. Dr. Klaus Geus) wurde, gefördert von Center for International Cooperation, ein Forschungsaufenthalt in Eritrea durchgeführt. Dabei konnten in Workshops, Vorträgen und Sondierungsgesprächen (u.a. mit dem eritreischen Bildungsminister und den Direktorien des Research and Documentation Centers sowie des Nationalmuseums) die institutionellen Kontakte und Arbeitsbeziehungen intensiviert und perspektivisch ausgebaut werden.

Mitarbeiter, Doktoranden und Studenten der Fachrichtung Semitistik (Arbeitsschwerpunkt „Äthiopistik“) werden zudem an der vom Arbeitsbereich Historische Geographie des Antiken Mittelmeeraus (Prof. Dr. Klaus Geus) organisierten und konzipierten Forschungs- und Sondierungsreise nach Äthiopien im März 2011 mitwirken.

 

Interreligiöser Dialog beim gemeinsamen Fastenbrechen

Das Seminar für Semitistik und Arabistik und die Internationale Orient-Okzident-Gesellschaft e.V. luden verschiedene Religionsgemeinschaften zu einem Iftar-Fest anlässlich des Ramadans ein. Der Abend wurde mitgestaltet von Imam Farid Haider, einem Absolventen des Seminars für Semitistik und Arabistik.

Mit dabei waren zahlreiche Studierende, Vereinsmitglieder und Vertreter der muslimischen und jüdischen Gemeinden.

Mehr dazu im Uni-Magazin [campus.leben].

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Forschungsreise Äthiopien 2011

Im März 2011 unternahmen die Fachrichtung Semitistik des Seminars für Semitistik und Arabistik in Kooperation mit dem Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universtität Berlin eine Forschungs- und Sondierungsreise nach Äthiopien.

Auf eine gemeinsamenen Konferenz mit äthiopischen Fachkollegen in Addis Abeba und Mekelle wurden die derzeitigen Forschungsvorhaben präsentiert. An verschiedenen Hochschulen wurden zudem Kooperationsmöglichkeiten erörtert. Eine weitere Reise ist für Ende 2011 / Anfang 2012 geplant.

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Kaiserlicher Besuch an der Freien Universität Berlin -
Über die Bedeutung der Berliner Äthiopistik

S. K. H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien hielt auf Einladung der Freien Universität Berlin und der Internationalen Orient-Okzident-Gesellschaft einen Vortrag zum Thema „Äthiopien - ein uraltes Kaiserreich zwischen Orient und Okzident“. Er ging dabei auf die Bedeutung der deutschsprachigen Äthiopistik für die internationale Wissenschaftslandschaft ein und hob in diesem Zusammenhang die Rolle des einzigartigen Arbeitskreises Äthiopistik am Seminar für Semitsitik und Arabistik für die Erforschung des alten Äthiopiens hervor. [weiter lesen]

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Die Musik der Ostkirche zwischen jüdischer und muslimischer Musiktradition

Die syrische und byzantinische Kirchenmusik bilden eine bisher wenig erforsche Brücke zwischen der jüdischen und der islamischen Musiktradition. Ein Projekt der Fächer Byzantinistik und Semitistik der Freien Universität Berlin soll diese Zusammenhänge näher untersuchen und gegenseitige Einflüsse aufdecken. Nicht zuletzt wird dadurch auch die Rezitation des Korans besser als bisher in ihren historischen Kontext eingeordnet.

Das Projekt wurde im Rahmen eines Workshops im Seminar für Musikwissenschaft der Freien Universität Berlin von Dr. Ulrike-Rebekka Nieten (Semitistik) und Giorgios Kyriakakis (Byzantinistik) vorgestellt.

Projektbegleiter sind: Prof. Dr. J. Niehoff-Panagiotides (Byzantinistik), Prof. Dr. R. Voigt (Semitistik) und Prof. Dr. A. Riethmüller (Musikwissenschaft).


Weitere Veranstaltungen zu diesem Projektvorhaben befinden sich in Planung und werden in Kürze bekanntgegeben.

 

 

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Illustration aus einer mandäischen Handschrift

Letzte Aktualisierung: 26.05.2014

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