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DFG-Projekt "Leben, Werk und Wirkung der deutsch-jüdischen Historikerin und Judaistin Marianne Awerbuch"

Institution:

Institut für Religionswissenschaft

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Kooperationspartner des DFG-Projekts

Prof. Dr. Joachim Schlör (School of Humanities, University of Southampton, GB), weitere Informationen (Link)

Projektlaufzeit:

01.02.2010 — 31.01.2013

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Hartmut Zinser

Telefon:

+49 30 838-55018

E-Mail:

Kurzbeschreibung des Projekts

Leben, Werk und Wirkung der deutsch-jüdischen Historikerin und Judaistin Marianne Awerbuch sind Gegenstand des Forschungsprojekts. Awerbuch hat bei ihrem Tode ihre Autobiographie hinterlassen; diese bricht allerdings mit ihrer Dissertation (1970-72), also vor Beginn ihrer Tätigkeit als Professorin für Judaistik an der Freien Universität Berlin, ab. Neben der Herausgabe bisher unveröffentlichter Schriften aus dem NAchlaß ist die Ausarbeitung der Biographie von Awerbuch als Historikerin und Judaistin an der Freien Universität sowie ihrer hochschul- und gesellschaftspolitischen Aktivitäten in Berlin Ziel des Projekts. Hierbei ist insbesondere ihre Position inder sog. "Aufarbeitungsdebatte" hervorzuheben, in der sie eine dezidiert eigene und deutlich von anderen Auffassungen zu unterscheidende Position vertrat: Sie legte besonderes Gewicht auf die gegenseitige Achtung zwischen und Juden und Christen, als Weg, den "uralten Antagonismus zwischen Juden- und Christentum zu überwinden"; nur so könne der "unerträgliche Ballast historischer Erinnerungen erträglich" gemacht werden. Das Projekt konzentriert sich auf die Frage, welche Bedeutung ihr Lebensweg (Erfahrungen des Dritten Reiches, Flucht 1939 nach Israel, Rückkehr nach und Arbeit in Berlin) für wissenschaftliche und politische Arbeit hatte. Ferner wird nach ihrer Wirkung in der Öffentlichkeit gefragt.