Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften


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Forschungsbereich des Institut für Altorientalistik sind die Kulturräume Südwestasiens vom Beginn der schriftlichen Überlieferung in der zweiten Hälfte des 4. Jts. v.Chr. bis in das 1. Jh. n.Chr. Den Schwerpunkt bilden die in verschiedenen Systemen der Keilschrift überlieferten Sprach- und Textcorpora, hinzukommen die linearschriftlichen und hieroglyphenschriftlichen Überlieferungen. Es handelt sich dabei um die ältesten Sprach- und Schriftdokumente aus Südwestasien, die Keilschrift ist die älteste derzeit bekannte Schriftart. Auf der Basis vor allem dieser Überlieferungen werden Geschichte, Kultur und Sprachen verschiedener Gesellschaften erforscht. Zentrale Phänomene wie die Entstehung von Stadt und Staat, mediale Revolutionen, die Rolle von Religionen, die Entstehung von schriftzentrierten Wissensgesellschaften u.a.m. kann hier untersucht werden.

Die kulturelle Vielfalt des Raumes spiegelt sich in seiner sprachlichen Vielfalt, von der allerdings nur ein Bruchteil überliefert ist. Aufgrund des Umfangs der überlieferten Quellen stehen die Sprachen Sumerisch, Akkadisch (mit Assyrisch und Babylonisch) und Hethitisch im Zentrum von Forschung und Lehre. Aus der Vielfalt der Quellen ergibt sich die Möglichkeit sehr verschiedene Forschungsperspektiven zu verbinden: neben editions- und textwissenschaftlicher Arbeit treten sprachwissenschaftliche, literaturwissenschaftliche und verschiedene historische bzw. kulturhistorische Ansätze ein. Aufgrund der geostrategischen Lage und die kulturhistorische Bedeutung Südwestasiens für die Menschheitsgeschichte ist die Altorientalistik (mit Assyriologie, Hethitologie und Sumerologie) ein interdisziplinär ausgerichtetes Fach. Schnittstellen bestehen insbesondere zur Archäologie, zur Sprachwissenschaft und zur Geschichte.

 

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