Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften ("GeschKult") ist mit 19 Instituten und mehr als 5.000 Studierenden einer der drei großen Fachbereiche der Freien Universität Berlin. Er weist in der deutschen Universitätslandschaft ein einzigartiges Fächerspektrum auf, das zeitlich vom Altertum bis zur Gegenwart und räumlich von Europa und Afrika über den Vorderen Orient bis nach Ostasien und Nordamerika reicht. Zahlreiche Drittmittelprojekte, regionale, nationale und internationale Partnerschaften, exzellente Bewertungen in internationalen Rankings sowie eine große Anzahl auch an englischsprachigen Studiengängen – GeschKult betreibt Forschung und Lehre auf weltweit anerkanntem Niveau.
Zum Fachbereich gehören die beiden „großen“ Fächer Geschichte und Kunstgeschichte ebenso wie zahlreiche der sogenannten „Kleinen Fächer“ in den Altertumswissenschaften, dem Bereich Westasien und Nordafrika/Diaspora und dem Bereich Ostasien. Sie sind in fünf "Wissenschaftlichen Einrichtungen" (WE) organisiert.
Die Erforschung der Geschichte in ihrer ganzen Breite erfolgt am Friedrich-Meinecke-Institut (WE 1). Das Fach ist hier in allen Epochen von der griechischen Antike bis hin zur Zeitgeschichte vertreten und verfügt über einen besonderen Schwerpunkt im Bereich Global History. Das Kunsthistorische Institut (WE 2) der Freien Universität gehört zu den größten in Deutschland; es wird in einer regional übergreifenden Perspektive gelehrt, Studierende können sich auf Kunst aus Ostasien, Europa und Amerika oder Afrika spezialisieren. Die WE 3 Altertumswissenschaften und Religionswissenschaft umfasst Institute, die sich mit der Archäologie und mit Sprachen der Alten Welt beschäftigen: die Institute für Klassische Archäologie (vor allem Griechenland und Rom), Prähistorische Archäologie und Vorderasiatische Archäologie sowie für Ägyptologie (archäologische ebenso wie schriftliche Zeugnisse) und für Altorientalistik (vor allem Schriftzeugnisse). In Ergänzung zu diesen etablierten Disziplinen wurde an der WE das Institut für Computational Ancient Studies eingerichtet – das erste Institut seiner Art in Deutschland, an dem sowohl computergestützte Methoden zur Analyse archäologischer Funde als auch digitale Formen der Textverarbeitung und -analyse betrieben werden. Auch das neu gegründete Institut für Wissensgeschichte des Altertums erweitert das Spektrum der Altertumswissenschaften in innovativer Weise: neben den exakten Wissenschaften stehen hier auch Bereiche des praktischen Wissens im Mittelpunkt der Forschungen.
Den Bereich Westasien und Nordafrika/ Diaspora (WE 4) nehmen die Institute für Arabistik, Iranistik, Islamwissenschaft, Judaistik, Osmanistik und Turkologie sowie Semitistik inter- und transdisziplinär in den Blick. Die Erforschung der Region Ostasien (WE 5) steht im Zentrum der Institute für Chinastudien, Japanologie und Koreastudien.
Alle diese Disziplinen widmen sich historischen, kunsthistorischen, archäologischen, philologischen sowie literatur-, sozial-, politik- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihre besondere Stärke besteht darin, systematische und historische Ansätze mit materialbezogener Forschung zu verbinden und durch ihre methodischen Kompetenzen theoretische Modelle diachron und transregional zu überprüfen und zu entwickeln.