Eine große Zahl drittmittelgeförderter Projekte und Verbünde belegen die Stärke des Fachbereichs in der Forschung – Erfolge, die sich nicht zuletzt auch in den herausragenden Positionierungen in internationalen Rankings spiegeln: so ist der Bereich "Arts and Humanities" der FU im „Times Higher Education World University Ranking“ in den letzten Jahren fast durchgehend unter den Top 30 der Welt; die Bereiche "Archaeology" und "History" liegen im QS Ranking 2025, ähnlich wie schon in den Vorjahren, auf Platz 30 bzw. 25 weltweit.
Bereits zwischen 2007 und 2019 war der Fachbereich im Rahmen der Exzellenzinitiative mit einem Exzellenzcluster und zwei Graduiertenschulen der erfolgreichste Fachbereich der Freien Universität Berlin und der erfolgreichste geistes- und kulturwissenschaftliche Fachbereich Deutschlands. In diesen Jahren wurden auch wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen. Aus dem altertumswissenschaftlichen Exzellenzcluster Topoi heraus wurden neue Professuren und Forschungsrichtungen wie die Archäoinformatik oder die Wissensgeschichte etabliert und mit dem Berliner Antike-Kolleg ein Netzwerk der Altertumswissenschaften geschaffen. Die international aufgestellten Graduiertenschulen im Bereich der Islamwissenschaften (BGSMCS), der Ostasienwissenschaften (GEAS) und der Altertumswissenschaften (BerGSAS) wurden nach Ende ihrer Förderung in der Exzellenzinitiative dauerhaft eingerichtet.
Nicht zuletzt diese neuen Strukturen und innovativen Forschungsansätze ermöglichten in den letzten Jahren die Einwerbung zahlreicher Projekte etwa des European Research Council (ERC), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder der Einstein Stiftung Berlin und die Sicherung der Doktorandenförderung aus Mitteln z.B. des DAAD, des Einstein-Doktorandenprogramms oder der Gerda-Henkel-Stiftung.
Eine große Anzahl von ERC-Projekten wurde vor allem in den sogenannten „Kleinen Fächern“ eingeworben - darunter „Art Academies in China: Global Histories and Institutional Practices“ (CHINACADEMY, 2023-2028), “Law without Mercy: Japanese Courts-Martial and Military Courts During the Asia-Pacific War, 1937–1945” (2019-2025), “ZODIAC – Ancient Astral Science in Transformation” (2021-2026) und “„Democratising the Family? Gender Equality, Parental Rights, and Child Welfare in Contemporary Global History” (DEMFAM, 2023-2028). Weitere ERC-Projektanträge befinden sich in der Vorbereitungs- oder Antragsphase, zudem mussten in den letzten Jahren gut ein halbes Dutzend ERC-Grant-Ansiedlungen abgewiesen werden.
In der Altorientalistik wurde die DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Rethinking Oriental Despotism – Strategies of Governance and Modes of Participation in the Ancient Near East“ (2017-2026) eingerichtet, in der Religionswissenschaft die DFG-Forschungsgruppe „Aitiologien: Figuren und Funktionen begründenden Erzählens in Wissenschaft und Literatur" (2023-2027)“.
Viele Professuren des Fachbereichs waren im Sonderforschungsbereich (SFB) 980 „Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“ (2012 bis 2024) involviert oder sind aktuell am SFB 1512 „Intervenierende Künste“ (seit 2022) beteiligt.
Auch im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist der Fachbereich maßgeblich an zwei Clustern beteiligt: dem politik- und sozialwissenschaftlich orientierten Cluster „Contestations of the Liberal Script“ (SCRIPTS, 2019-2032) und dem geisteswissenschaftlichen Cluster „Temporal Communities. Literatur als Praxis in globaler Perspektive“ (2019-2026).