Forschung regional und international
Eine starke internationale Ausrichtung kennzeichnet den Fachbereich in den Gegenständen der Forschung ebenso wie in der weltweiten Vernetzung der Fächer und in der Vielfalt der Studierenden – ein knappes Viertel von ihnen kommt aus dem Ausland. Eine zunehmende Zahl englischsprachiger Studiengänge am Fachbereich reagiert auf diese hohe internationale Nachfrage, ebenso wie die Einrichtung eines International Office. Damit bildet GeschKult auch einen zentralen Pfeiler der Internationalisierungs-Strategie der Freien Universität Berlin insgesamt. Die FU hat in der Exzellenzinitiative und – als Teil der Berlin University Alliance – in der anschließenden Exzellenzstrategie ihr großes Potenzial im Bereich der Internationalisierung erfolgreich eingesetzt – korrespondierend mit einer Stärkung der „Kleinen Fächer“ und einer programmatischen Fokussierung auf transregionale, transkulturelle und historische Ansätze.
Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften ist ein Zentrum dieser strukturellen Positionierung und Öffnung - sichtbar nicht zuletzt in Fragestellung und Forschungsdesign zahlreicher Projekte. GeschKult umfasst eine Reihe in Teilen regionalwissenschaftlicher Fächer (etwa Chinastudien, Koreastudien, Japanologie, Islamwissenschaft oder Turkologie) und ist an interdisziplinären Einrichtungen zur Erforschung transregionaler und transkultureller Zusammenhänge und entsprechender kulturtheoretischer Modelle beteiligt. Die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (BGSMCS) und die Graduate School of East Asian Studies (GEAS) geben wesentliche Impulse für die „Kleinen Fächer“ an der Freien Universität Berlin und weit darüber hinaus. Die in ihnen vertretenen Fächer sind überdies in Forschung und Lehre international hervorragend vernetzt.
Das Netzwerk „Area Histories“, ein Zusammenschluss von Professor*innen und Mitarbeiter*innen der osteuropäischen und außereuropäischen Geschichte(n) an der Freien Universität Berlin dokumentiert die regionale Vielfalt von Forschung und Lehre in der Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Diesen breiten historischen Ansatz vertreten und reflektieren auch der Arbeitsbereich „Global History“ und der gleichnamige Studiengang.
Auch dem Kunsthistorischen Institut kommt innerhalb dieser Entwicklungen eine wesentliche Stellung zu, da es seit einigen Jahren an der inhaltlichen Verbindung regionaler Kunstgeschichten und an der methodischen Positionierung einer Kunstgeschichte im globalen Kontext arbeitet. Seit 2008 wird der forschungsorientierte Masterstudiengang „Kunstgeschichte im globalen Kontext“ angeboten.
Die Altertumswissenschaften schließlich sind mit zahlreichen Projekten grenzüberschreitend vernetzt und betrachten auch die von ihnen untersuchten Kulturen und Gesellschaften – sei es in Mitteleuropa, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten oder in Zentralasien – aus dem Blickwinkel einer Globalgeschichte des Altertums.


