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DFG Wissenschaftliches Netzwerk: Neue Perspektiven auf Monster, Misch- und Zwischenwesen im alten Westasien

Projektleitung:
  • PD Dr. Dahlia Shehata (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
  • Dr. Johannes Bach (Universität Pisa)
  • Dr. Benedetta Bellucci (JMU Würzburg)
  • Dr. Geraldina Rozzi (Universität Leipzig)
Projektlaufzeit:
01.02.2026 — 31.01.2029
Logo Monsters, Hybrids, and In-Betweens

Logo Monsters, Hybrids, and In-Betweens
Bildquelle: © FUB, H. Hamel nach Zeichnungen von E. Porada und F. Wiggermann

Das wissenschaftliche Netzwerk (DFG-Projektnummer 572510859) verfolgt das Ziel, die Erforschung hybrider Wesen des alten Mesopotamiens und benachbarter Regionen nachhaltig zu stärken und durch interdisziplinären Austausch zu vertiefen. Hybride Wesen, also Mischgestalten mit menschlichen und tierischen Merkmalen, sind zentrale Bestandteile altwestasiatischer Lebenswelten und finden sich sowohl in Textquellen als auch in bildlichen Darstellungen.

Trotz zahlreicher Einzelforschungen, vor allem im Bereich der Dämonologie, fehlt es bislang an systematisch koordinierten, integrativen Forschungsansätzen. Das Netzwerk begegnet diesem Desiderat durch die Wiederbelebung relevanter Themenfelder innerhalb der assyriologischen und vorderasiatisch-archäologischen Forschung mit Schwerpunkt auf Definition, Klassifikation, Ursprung, Transformation und Wahrnehmung hybrider Wesen. Ergänzt wird dieser Zugang durch inhaltliche und methodische Impulse aus anderen Bereichen der Altertumswissenschaften sowie aus Anthropologie, Religionswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte.

Im Zentrum stehen drei thematisch strukturierte internationale Workshops (Berlin Juni 2026, Würzburg Februar 2027, Berlin 2027), die archäologische und philologische Quellen gleichgewichtig behandeln. Die drei Hauptthemenbereiche — (1) Definition und Klassifikation, (2) Identifikation, Transfer und Transformation, sowie (3) Ursprünge und Wahrnehmung — werden jeweils inner- und interdisziplinär diskutiert. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf der Entwicklung neuer Fragestellungen und Ansätze für zukünftige Einzel- und Verbundforschungsprojekte.

Das Netzwerk bringt zwölf feste Mitglieder aus der Vorderasiatischen Archäologie und der Altorientalistik sowie internationale Gäste aus verschiedenen Fachdisziplinen zusammen. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit werden in einem wissenschaftlichen Sammelband, einem theoriebasierten Gemeinschaftsartikel sowie einer digitalen internen Wiki-Plattform dokumentiert. Letztere dient sowohl der strukturierten Erfassung bestehender Forschung als auch der Erprobung neuer Klassifikationen und Analysewerkzeuge.

Das innovative Potenzial des Netzwerks liegt in der gezielten Verbindung von textlichen, bildlichen und materiellen Quellen mit kulturwissenschaftlichen Theorien. Hybride Wesen werden dabei nicht als Randerscheinung, sondern als zentrale Elemente geltender Ontologien verstanden. Durch den geplanten interdisziplinären Austausch trägt das Netzwerk zur Sichtbarmachung eines bislang zersplitterten Forschungsfeldes bei und schafft eine belastbare Grundlage für dessen zukünftige Weiterentwicklung.


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Schlagwörter

  • DFG-Netzwerk, Vorderasiatische Archäolgie, Altorientalistik, Monster, Mischwesen, Zwischenwesen,
Mentoring