Claudia Päffgen, M. A.

paeffgen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Claudia Päffgen arbeitete seit dem Wintersemester 2014/2015 bis zum Sommersemester 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar. Sie interessiert(-e) sich insbesondere für folgende Forschungsthemen: Koran und Koranexegese, Widerspiegelungen gesellschaftlicher Strukturen in Literatur und Musik/Literatur und Musik als Medien der Sozialkritik, Islam und Menschenrechte und Ausdrucksformen des Islamismus.

Wissenschaftlicher Werdegang

2014-2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Semitistik und Arabistik
der Freien Universität Berlin
2012-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Islamwissenschaft
der Universität Erfurt
2009 und
2010-2011
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Islamwissenschaft
der Freien Universität Berlin
2006-2009 Studentische Hilfskraft am Seminar für Semitistik und Arabistik
der Freien Universität Berlin
2000-2008

Studium der Arabistik, Islamwissenschaft und Politikwissenschaft
an der Freien Universität Berlin
Abschluss: Magistra Artium (M.A.)

WiSe 2002/2003 DAAD-Stipendium für Studienaufenthalt und Sprachkurs in Kairo, Ägypten

 

Claudia Päffgen unterrichtete Kurse für Bachelor-Studierende aller Semester. Einführende Kurse für die Studienbeginner waren und sind z.B. Grundlagen der Semitistik und Arabistik (zusammen mit Stefanie Rudolf, M.A.), Einführungen in die Islamwissenschaft und in den Koran.

Ihre fortgeschrittenen Seminare umfassten z.B. Theorie und Praxis der Koranexegese, Polemik in den christlich-muslimischen Beziehungen, Menschenrechte in der islamischen Welt und islamische Jenseitsvorstellungen (Paradies und Hölle).

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/17

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016

  • 14288 Lektürekurs
    Das Paradies im Koran (Claudia Päffgen)
    Zeit: Mo 12:00-14:00, zusätzliche Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 18.04.2016)
    Ort: 1.2001 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2015/16

  • 14292 Seminar
    Grundlagen der Semitistik und Arabistik (Claudia Päffgen/Stefanie Rudolf)
    Zeit: Di 14:00-16:00, zusätzliche Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 13.10.2015)
    Ort: 0.2001 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)
  • 14293 Seminar
    Grundlagen der Semitistik und Arabistik (Claudia Päffgen/Stefanie Rudolf)
    Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 12.10.2015)
    Ort: JK 27/103 (Habelschwerdter Allee 45)

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015

  • 14292 Seminar
    Religiöse Identitäten (Claudia Päffgen/Stefanie Rudolf)
    Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 13.04.2015)
    Ort: 1.2052 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)
  • 14293 Seminar
    Religiöse Identitäten (Claudia Päffgen/Stefanie Rudolf)
    Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 16.04.2015)
    Ort: 1.2052 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2014/15

In ihrer Magisterarbeit „Das koranische Paradies und seine Reflexe in den Testamenten palästinensischer Selbstmordattentäter“ untersuchte Claudia Päffgen zunächst, welches Gesamtbild des koranischen Paradieses sich ergibt, wenn alle relevanten Verse systematisch zusammengefügt werden. Ausgehend von der in westlichen Medien vielfach kolportierten Behauptung, Selbstmordattentäter sprengten sich eigentlich nur deshalb in die Luft, um sich im Jenseits ihren sexuellen Gelüsten mit 72 Paradiesjungfrauen hingeben zu können, untersuchte sie anschließend, ob und inwiefern die koranischen Paradiesbeschreibungen in den Testamenten palästinensischer Selbstmordattentäter der Organisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad (PIJ) eine Rolle spielten. Sie kam zu dem Ergebnis, dass für einige der Täter das Erreichen des Märtyrerstatus reizvoll war, sie dies jedoch hauptsächlich über Zitate von Hadithen (Überlieferungen über Worte und Taten des Propheten Muhammad) zum Ausdruck brachten. Die koranischen Paradiesbeschreibungen spielten fast keine Rolle in den Testamenten – und die vielzitierten Huris, die Paradiesjungfrauen, noch weniger. Im Vordergrund der Testamente stand das nationalistische Motiv, Palästina mit allen Mitteln von der als tyrannisch empfundenen israelischen Herrschaft zu befreien.

Wegen immer wieder gestellter Fragen: Nein, diese Arbeit ist nicht publiziert und wird es auch nicht mehr. Danke für Ihr Interesse!

 

In ihrer Dissertation mit dem Arbeitstitel “Relief, Redemption, Rebellion – A Study on How Muslim Gangsta Rappers from South London Negotiate Islam” untersucht Claudia Päffgen das Phänomen muslimischen Gangsta Raps. Dabei konzentriert sie sich auf in London ansässige Künstler mit afro-karibischem Hintergrund, die ihre Kindheit und Jugend in Straßengangs verbrachten und meist im Gefängnis, inhaftiert für Gang-bezogene Kriminalität wie Drogenhandel und bewaffnete Raubüberfälle, zum Islam konvertierten und nach ihrer Haftentlassung begannen, über ihr Leben “vor und nach dem Islam” zu rappen. Von besonderem Interesse ist hierbei für sie die Frage, wie und warum die Künstler ihr Leben als Muslime verhandeln. Was ist für sie Islam und welche Aspekte stellen sie besonders heraus? Was verhandeln sie in ihren Songs auf (Cockney + Slang) Englisch, was auf Arabisch? Wiederkehrende Motive – nach bisherigem Stand – sind a) die Suche der Rapper nach Erleichterung von den Härten eines Lebens in Armut und elterlicher Vernachlässigung bzw. ihre Verarbeitung entsprechender Kindheitserlebnisse, b) die Suche nach Erlösung von Schuldgefühlen, z.B. infolge der Straffälligkeit, sowie c) Protest bis Rebellion gegen von ihnen als solche empfundene Ungerechtigkeiten und Missstände in der britischen Gesellschaft.

Ob und inwiefern die Dissertation dem Umstand Rechnung tragen muss, dass mutmaßlich ein britischer, arabischstämmiger Rapper die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff im Herbst 2014 im Namen des „Islamischen Staates“ getötet hat, wird die weitere Forschung zeigen. 

Nachfragen hierzu: abwarten!