Vortrag & Gespräch mit Prof. Michael Lackner (Sinologie, Erlangen) | Die Zukunft lesen. Zum Deuten von Zeichen
Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "ErzählStoff. Neue Perspektiven auf Literatur", einer Kollaboration zwischen dem EXC 2020 "Temporal Communities" und den Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen des neu entwickelten Forschungscampus Dahlem.
Chinesische Orakelknochen der Shang Dynastie
Bildquelle: Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Henriette Lavalaux-Vrécourt
Die chinesischen Orakelknocheninschriften zählen zu den ältesten bekannten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit. Sie führen uns mehr als 3.300 Jahre zurück in die Zeit der Shang-Dynastie, wo sie als Medium zur Weissagung dienten.
Die meisten Orakelknochen wurden um 1900 in Anyang, in der heutigen Provinz Henan, in Zentralchina gefunden. Die Shang-Könige klärten alle wichtigen Angelegenheiten durch Wahrsagerei. Auf den Orakelknochen wurden ihre Fragen festgehalten, von alltäglichen Sorgen bis hin zu großen politischen Entscheidungen.
Ausgehend von den in der Ausstellung präsentierten Orakelknochen aus der Sammlung des Ethnologischen Museums Berlin beleuchtet der Sinologe Prof. Dr. Michael Lackner (Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg) in Vortrag und Gespräch Praktiken der Wahr- und Weissagung in China von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Moderation von Prof. Dr. Christian Meyer (Freie Universität Berlin/EXC 2020).
Der Eintritt ist frei.
Zeit & Ort
07.05.2026 | 18:00 - 20:00
Forschungscampus Dahlem
Lansstraße 8
14195 Berlin
Weitere Informationen
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Schlagwörter
- chinesisch, Orakelknocheninschriften



