[Neue Publikation] Eun-Jeung Lee: "Denkströmungen - Antike: China/Ostasian"

News vom 20.11.2018

Eun-Jeung Lee. 2018. Denkströmungen - Antike: China/Ostasien,

in: Samuel Salzborn (Hg.). 2018. Handbuch Politische Ideengeschichte. Zugänge - Methoden - Strömungen, Stuttgart: J.B. Metzler, S. 82 - 91


Zusammenfassung:

In dem Gebiet um den Gelben Fluss hat sich die chinesische Zivilisation vor 4000 bis 5000 Jahren entwickelt. Schon in jener Zeit bildeten sich Staatsformen heraus, deren Struktur und Macht weit komplexer waren als die von Stammesgesellschaften. In den benachbarten Gebieten wie Korea, Japan und Vietnam haben bereits im 1. Jahrhundert v. u. Z. damit begonnen, auf direktem oder indirektem Weg Elemente der chinesischen Zivilisation und staatlichen Ordnung zu rezipieren. Indem diese Königreiche eine Art tributärer Beziehungen mit den chinesischen Dynastien eingingen, konnte sich in Ostasien ein chinesischer Kulturkreis etablieren. Auf diese Weise bildete das politische Denken des antiken Chinas zugleich die Grundlage des politischen Denkens in Ostasien. Das antike politische Denken hat sich in China zwischen dem 5. und dem 3. Jahrhundert v. u. Z. entwickelt, also in einer Zeit, die in der chinesischen Geschichte als die Epoche von »Frühling und Herbst und der Kämpfenden Reiche« (770–221 v. u. Z.) bezeichnet wird.


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