Dr. Anna Degler

Anna Degler

Exzellenzcluster 2020 "Temporal Communities"

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in

Adresse
Altensteinstr. 15
Raum 007
14195 Berlin
Fax
0049-(0)30-838- 4 53805

Sprechstunde

Nach Absprache

Voranmeldung per Email an anna.degler@fu-berlin.de


Vita

Seit Juli 2019
Research-Track Postdoc der Research Area 2 "Travelling Matters" (bei Prof. Dr. Karin Gludovatz) im Exzellenzcluster 2020 Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective, Freie Universität Berlin


Oktober 2012 bis Juli 2019              
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin bei Prof. Dr. Karin Gludovatz

WS 2012/2013                      
Lehrauftrag am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg

Juni 2012                                                 
Promotion am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg bei Prof. Dr. Wolfgang Kemp und Prof. Dr. Iris Wenderholm mit der Dissertation „Weder einfach außen noch einfach innen“ – Zum bildästhetischen Status des Parergons in der oberitalienischen Malerei zwischen 1450 und 1530

2009 - 2012

Promotionsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung

2008                                      

Magistra Artium am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg mit einer Arbeit zu Parerga bei Francesco del Cossa - "Aus diesen Werken spricht vollendetes Vergnügen" (ausgezeichnet vom Verein der Freunde und Förderer des Kunstgeschichtlichen Seminars e.V.)

2000 bis 2008                                 

Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Koblenz, Paris (Paris IV) und Hamburg

Lehre

Sommersemester 2019:

"Past Looking". Wer schreibt welche Kunstgeschichte?

Zur (musealen) Praxis des Vergleichens: Einige aktuelle Beispiele aus der Berliner Museumslandschaft

Wintersemester 2018/2019:

„was macht die Pfeyl an Sant Sebastian“? Zur Genese, Funktion und Ästhetik von Heiligenattributen

In utero: Die Verkündigung als Matrix der Kunst(geschichte)

Sommersemester 2018:

Vom Bild zum Wort - und umgekehrt. Übungen vor Originalen

"Torso als Prinzip"? Der Torso Belvedere und die KörperBilder der Frühen Neuzeit

Wintersemester 2017/2018:

Die Sammlungen der SMPK. Mentorenqualifikation I und II (S/HS)

Sommersemester 2016:

ExZentrisch bis UnKlassisch: Praktiken der Kanonisierung

Stil als Problem? Stilfragen. Übungen vor Originalen

Wintersemester 2015/2016:

Die Sammlungen der SMPK. Mentorenqualifikation (Mentorium I+II) (PS/HS)

Sommersemester 2015:

Detail, Beiwerk, Parergon, Ornament. Theorien des Nebensächlichen und die Kunst der Frühen Neuzeit (PS/HS)

"Die Sprache der Materialien" - Maltechniken, Materialästhetik und Materialsemantik: Übungen vor Originalen in der Gemäldegalerie

Wintersemester 2014/2015:

Körper-Bilder von Dürer bis Ingres (Blockseminar)

Grundkurs Bildkünste

Sommersemester 2014:

Natur in der Kunst und Kunst in der Natur: 1300-1600

In Gegenwart der Alten. Die Sammlung der Gemäldegalerie Berlin

Wintersemester 2013/2014:

Grundkurs Bildkünste

Lesen lernen mit Albrecht Dürer: Die wichtigsten Textgattungen für das Kunstgeschichtsstudium

Sommersemester 2013:

Europäische Gartenkunst im 17. und 18. Jahrhundert: Natur, Wissen, Kunst

"wenn nicht durch einen Körper?" Peter Paul Rubens’ Körpermalerei

Wintersemester 2012/2013:

Lieber Gott oder Teufel im détail? Das Detail in der oberitalienischen Malerei von Giotto bis Mantegna

In Gegenwart der Alten. Übungen vor Originalen in der Gemäldegalerie Berlin

Forschung


Aktuelle Projekte:

Habilitationsprojekt: Der wandernde Torso. Vom Körper(werden) im materiellen Gefüge der Frühen Neuzeit (Arbeitstitel)

Das Projekt möchte den stark fragmentierten Marmorkörper, den wir Torso Belvedere nennen, nicht länger als Ikone ‚klassischer‘ Antikenrezeption und somit als statische, feste Größe etablieren, sondern vielmehr seine Beweglichkeit und Veränderlichkeit über die frühneuzeitliche Rezeption erfassen. Dieses Vorhaben soll eine andere Perspektive auf Vorstellungen von der Antike, vor allem aber auf Körper- und Materialästhetiken des 16. und 17. Jahrhunderts anbieten. Es geht darum zu ergründen, wie genau das ständige Auftauchen dieses berühmten Fragments aus den materiellen Gefügen der Kunst wie der Schriftkultur der Frühen Neuzeit an den Diskursen über ‚Körper‘ und Materialität beteiligt ist.

Mitgliedschaft in Forschungsverbünden:

Mitglied des Einstein-Zirkels Asynchronien - Verschränkte Zeit in der Kultur der Vormoderne

Assozierte Wissenschaftlerin im DFG-Projekt "natura – materia – artificio. Die Reflexion von Naturmaterialien in bildender Kunst und Kunsttheorie vom 15. bis ins frühe 18. Jahrhundert" (Universität Hamburg)
Projekt: Materialfiktion: Transalpines Materialwissen und regionale Praktiken (I. Francesco del Cossa und die Grenzen der Temperamalerei/ II. Jean Fouquet - Stein des Anstoßes)

Forschungsinteressen:

Frühneuzeitliche Körperdiskurse

Theorie und Praxis des malerischen Beiwerks (Parergon)

Materialästhetik der Frühen Neuzeit

Kunsthistoriographie, Kanonforschung

Vorträge/Tagungen:

05. Oktober 2018
Vortrag „Oublier la destruction“? Aneignung und Umwertung des Torso Belvedere im Kontext frühneuzeitlicher Kunst und Kulturgeschichte, Forum Kunst der Neuzeit. Codierungen. Phänomene der Umwertung von Kunst, Bonn

11. Januar 2016
Vortrag Kultivierte Steine. Zur Bildästhetik eines sperrigen Heiligenattributs im Rahmen der Vorlesungsreihe Objekte als Attribute: Erfahrung und Verbildlichung, LMU München

30. Juni 2015
Vortrag Stein des Anstoßes – Jean Fouquet malt den hl. Stephanus, Workshop Stein malen, DFG-Projekt Natura materia artificio, Warburg-Haus Hamburg

25. März 2015
Sektionsleitung Der Wert des Goldes. Semantik und Rezeption eines umstrittenen Materials von Byzanz bis ins 19. Jahrhundert, Deutscher Kunsthistorikertag 2015, Mainz (zus. mit Prof. Dr. Iris Wenderholm

23. Februar 2015
Buchvorstellung Parergon. Attribut, Material und Fragment in der Bildästhetik des Quattrocento, Kunsthistorisches Institut Florenz

14. November 2014
Vortrag Warum auf Tiere schauen? Das Tier als ‚Affektmedium in der frühneuzeitlichen Malerei, Interdisziplinäres Symposium Tier im Bild. Die menschliche Perspektive, ANKK-Jahrestagung 2014 und Symposium des LOEWE-Schwerpunktes Tier-Mensch-Gesellschaft, Kassel

22. Mai 2014
Vortrag Materialimitation und -fiktion in der Malerei der Frühen Neuzeit. Künstlerwissen zwischen Italien und den Niederlanden? Workshop Materialität, SFB 980 Episteme in Bewegung, Teilprojekt B04 Das Wissen der Kunst. Episteme und ästhetische Evidenz in der Renaissance, Prof. Dr. Klaus Krüger (FU Berlin)

9. April 2014
Workshop Parergon. Attribut, Material und Fragment in der Bildästhetik des Quattrocento, Kolleg-Forschergruppe BildEvidenz, FU Berlin

3. April 2014
Sektionsleitung Natur zu Kunst – und umgekehrt. Zum Stellenwert des Materials im künstlerischen Übersetzungsprozess, Forum Kunstgeschichte Italiens, Mainz (zus. mit Prof. Dr. Iris Wenderholm)

7./8.02.2014
Vortrag Platz! Tiere als Parerga in der frühneuzeitlichen Malerei, Isa Lohmann-Siems-Tagung 2014, Universität Hamburg

8./9.11.2013
Künstlerwissen und das Wissen der Kunst in den Niederlanden und im deutschen Sprachraum Jahrestreffens des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte e.V. (ANKK), Berlin (zus. mit Prof. Dr. Tanja Michalsky, Dr. Elke Werner, Prof. Dr. Karin Gludovatz, Prof. Dr. Karin Leonard, Dr. Stephan Kemperdick, Dr. Holm Bevers)

30. Juni 2011
Symposium Capri. Welttheater im Mittelmeer anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Wolfgang Kemp, Warburg-Haus Hamburg, (zus. mit Alice Detjen, Dr. Anna Feldhaus, Monika Pemic)

Monografien:

- Parergon. Attribut, Material und Fragment in der Bildästhetik des Quattrocento (zugl. Diss. Univ. Hamburg 2012), Wilhelm Fink Verlag: Paderborn 2015.
Rezensionen: Fabian Jonietz, in: Renaissance quarterly, Volume 69, number 3 (Fall 2016), S. 1042-1044;
Bernd Mohnhaupt, in: Kunstchronik 69. Jg., Heft 11, November 2016, S. 522-527;
Thomas Golsenne, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Jg. 80, Heft 1, 2017, S. 159-164 sowie ders., in: Albertiana XX, Heft 1, 2017, S. 309-313.

Herausgeberschaften:

Zusammen mit Iris Wenderholm, Themenschwerpunkt Der Wert des Goldes - Der Wert der Golde. Zeitschrift für Kunstgeschichte 79/2016, Heft 4.

Aufsätze:

- The Self-Aware Attribute, or "Where does a parergon begin and end?", in: Péter Bokody, Alexander Nagel (Hg.), Renaissance Meta-Painting, Brepols (im Druck, erscheint 2019).

- Zusammen mit Iris Wenderholm, Der Wert des Goldes - der Wert der Golde. Eine Einleitung, in: dies. (Hg.), Themenschwerpunkt Der Wert des Goldes - der Wert der Golde. Zeitschrift für Kunstgeschichte, 79/2016, Heft 4, S. 443-460.

- Kulturen des Details um 1300. Neue Perspektiven für eine Kunstgeschichte aus der Nähe. Forschungsbericht zu: Péter Bokody, Images-within-Images in Italian Painting (1250–1350). Reality and Reflexivity. Farnham, Ashgate 2015, in: Kunstchronik, 69. Jg., 6/2016, S. 294-299.

- Platz! Tiere als Parerga in der Malerei der Frühen Neuzeit, in: Daria Dittmeyer, Jeannet Hommers, Sonja Windmüller (Hg.), Verrückt, Verrutscht, Versetzt. Zur Verschiebung von Gegenständen, Körpern und Orten, Berlin 2015, S. 211-237 (= Schriftenreihe der Isa Lohmann-Siems Stiftung, 8).

Rezensionen:

- Guillaume Cassegrain, La coulure. Histoire(s) de la peinture en mouvement, XIe – XXIe siècles, Paris: Hazan, 2015, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 80/2017, Heft 4, S. 597-606.

Miszellen:

- Warum auf Tiere schauen? Das Tier als ‚Affektmedium' in der frühneuzeitlichen Malerei, im Rahmen des Interdisziplinären Symposiums Tier im Bild. Die menschliche Perspektive, ANKK-Jahrestagung 2014 und Symposium des LOEWE-Schwerpunktes Tier-Mensch-Gesellschaft, Kassel 13.11.-14.11.2014, in: Tagungsdokumentation (hg. v. Martina Sitt, Christian Preschel, Daniel Wolf, Kassel 2015, S. 10-12)

- Der Weg allen Fleisches, in: Corsofolio Venedig, Geliebte des Auges, Wiesbaden 2015, S. 62-67.

- Das Potential des Nebensächlichen (Interview 2.4.13)