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Jan Thomas Köhler, M.A.

Forschungsstelle "Entartete Kunst"

ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kunsthistoriker (M.A.) und Provenienzforscher

Schwerpunkt meiner Tätigkeiten der letzten Jahre bildeten Provenienzrecherchen, seit 2014 recherchierte ich für das Kunstmuseum Bern und das „Projekt Provenienzrecherche Gurlitt“ am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zu Werken aus dem Bestand des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt.

Für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) war ich von 2010 bis 2013 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Provenienzforschung tätig. Zur besonderen Problematik bei der Provenienzrecherche des sogenannten Bodenreformguts habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit für die SPSG ein Sonderforschungsprojekt mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchführen können.

Vorher arbeitete ich als Provenienzforscher an der Wiederauffindung und Restitution von ca. 1100 Kunstwerken der Sammlung des holländischen Kunsthändlers und –sammlers Jacques Goudstikker, die 1940 von Hermann Göring geraubt wurden und seitdem größtenteils verschollen sind. Es handelte sich dabei zu einem großen Teil um niederländische, flämische, italienische und deutsche Malerei.

Derzeit lehre ich auch an der FU im FU-BEST-Programm: https://www.fu-berlin.de/en/sites/fubest/about/faculty/Jan_Thomas_Koehler.html

Derzeit biete ich im Programm "Berlin European Studies", FU-BEST, der FU Berlin den Kurs "Art and Dictatorship" an:

https://www.fu-berlin.de/en/sites/fubest/about/faculty/Jan_Thomas_Koehler.html

https://www.fu-berlin.de/en/sites/fubest/prog/courses/19_art_and_dictatorship.html

  • Wissenschaftliche Provenienzforschung
  • Nationalsozialistische Kunstpolitik, Geschichte der „Entarteten Kunst“
  • Geschichte der modernen Architektur

Veröffentlichungen (Auswahl)

Der Amsterdamer Kunsthändler und –sammler Jacques Goudstikker – Verfolgung – Recherche - Restitution, in: „Raubkunst/Beutekunst“, Dokumentation 14. Kunstsachverständigentag, Berlin 2014, S. 18-34.


Katalogeinträge „Perseus versteinert Phineus“ u. „Das Urteil des Paris“ von Chrisoph Maucher, in: Hans-Ulrich Kessler (Hrsg.): Andreas Schlüter und das barocke Berlin, Ausst.-Katalog, München 2014, Kat. V.7 u. V.8, S. 89-91.


Zwischen 1945 und 1989. Ein Forschungsprojekt an der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, in: Museumsblätter - Mitteilungen des Museumsverbandes Brandenburg, Heft 23.2013, S. 34-40.


Die Sammlung des Bankiers Herbert Gutmann, (zus. m. J. Maruhn) in: Privates und öffentliches Sammeln in Potsdam. 100 Jahre ‚Kunst ohne König‘, Potsdam-Museum und Potsdamer Kunstverein, Berlin 2009, S. 82-87.


Eine Wunderkammer. Gutmanns Kunstsammlung, (zus. m. J. Maruhn)in: Vivian J. Rheinheimer, (Hrsg.): Herbert M. Gutmann. Bankier in Berlin. Bauherr in Potsdam. Kunstsammler, Leipzig 2007, S. 119-140.


„Utopische Plaudereien“. Paul Cassirer und die Architektur, (zus. m. J. Maruhn u. N. Senger) in: Rahel E. Feilchenfeldt / Thomas Raff (Hrsg.): Ein Fest der Künste. Paul Cassierer. Der Kunsthändler als Verleger, München 2006, S. 347-363.


Sacrow. Vom märkischen Dorf zum Ort der Moderne (zus. m. J. Maruhn), Berlin 2005.


Baugeschichte Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück (zus. m. R. Plewe), Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band Nr. 10, Berlin 2001.


Warum die Renaissance in Neubrandenburg?, in: Barth, Holger (Hrsg.) Planen für das Kollektiv. Dokumentation des 4. Werkstattgesprächs vom 15.-16. Oktober 1998, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. -IRS-, Erkner 1999, S. 99- 105.


Wie authentisch ist der authentische Ort? Zum Umgang mit den baulichen Relikten des Konzentrationslagers, in: Insa Eschebach / Sigrid Jacobeit / Susanne Lanwerd (Hrsg.): Die Sprache des Gedenkens, Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945-1995, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band Nr. 11, Berlin 1999, S. 240-255.


Die SS-Wohnsiedlung in Ravensbrück (zus. m. R. Plewe), in: Sigrid Jacobeit / Grit Philipp (Hrsg.): Forschungsschwerpunkt Ravensbrück, Beiträge zur Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band Nr. 9, Berlin 1997, S. 17-33.


Berliner Lebenswelten der zwanziger Jahre - Bilder einer untergegangenen Kultur - photographiert von Marta Huth, Herausgeber (zus. m. J. Maruhn u. N. Senger) und Autor zahlreicher Beiträge, Frankfurt / Main 1996.


Architektenbiographien im Katalog „Moskau - Berlin / Berlin - Moskau“, hrsg. v. Irina Antonowa und Jörn Merkert, München - New York 1995.


„Auferstanden aus Ruinen“ Der Preußische Landtag in der Nachkriegszeit, in: Der Preußische Landtag - Bau und Geschichte, hrsg. v. d. Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Berlin 1993, S. 215 - 285.


Haus der Flieger - der Umgang einer Diktatur mit einem Parlamentsgebäude (zus. m. M. Richter), in: Der Preußische Landtag - Bau und Geschichte, hrsg. v. d. Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Berlin 1993, S. 189 - 214.


Die Haberlandstraße im Bayrischen Viertel, in: Mahnen und Gedenken im Bayrischen Viertel, Beilage, Berlin 1993.


Basilika und Thermenfenster - Die Verwendung des Lichts in der Architektur der Spätantike, in: Licht und Architektur, hrsg. v. W.-D. Heilmeyer u. W. Hoepfner, Tübingen 1990, S. 123-130.


Die Architektur im 2. Jh. n. Chr. (zus. m. H.-U. Kessler), in: Kaiser Marc Aurel und seine Zeit. Ausst.-Kat., Abguß-Sammlung Antiker Plastik, Berlin 1988, S. 226-236.


„Der Schrei nach dem Turmhaus“. Der Ideenwettbewerb Hochhaus am Bahnhof Friedrichstraße Berlin 1921/22, Ausst.-Kat., bauhaus-archiv berlin, Berlin 1988, diverse Beiträge (zus. m. J. Maruhn).