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Vortrag von Laura Ammann (HU Berlin): Modernist Baroque: Mário de Andrade's (Re)Discovery of Brazil, 1920–1945

28.05.2026 | 18:00 c.t.
Church of Saint Francis of Assisi, in Ouro Preto

Church of Saint Francis of Assisi, in Ouro Preto
Bildquelle: Photo: Marc Ferrez, c. 1885. (Acervo Instituto Moreira Salles)

Forschungskolloquium »Künste und Kulturen der Frühen Neuzeit«

Abstract:

In ihrer Promotion erforscht Laura Ammann die Rezeption des Kolonialbarocks in Brasilien durch modernistische Künstler*innen, die ab den 1920er Jahren in São Paulo aktiv waren. Fokus der Forschung ist der Schriftsteller und Kunstkritiker Mário de Andrade, einer der bedeutendsten brasilianischen Modernisten, der zwischen 1920 und 1945 die Barockrezeption im Rahmen der Konstruktion einer brasilianischen postkolonialen Identität gefördert hat. Mário de Andrades Reinterpretation des Barocks im brasilianischen Modernismus stützt sich auf drei Hauptpfeiler: eine spezifische geokulturelle Vorstellung des Landes, eine rassifizierte Kunsttheorie, die den Barock mit der Moderne verbindet, und eine politische Agenda.

Kurzbio:

Laura Ammann ist Brasilianerin und lebt seit 2015 in Berlin. Sie schloss ihr Masterstudium der Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität mit einer Arbeit über barocke Porträtmalerei in Spanien ab. Zurzeit befindet sie sich in der finalen Phase ihrer Promotionsforschung, die ebenfalls im Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU unter der Betreuung von Prof. Dr. Kathleen Christian durchgeführt wird. Laura Ammann hat seit Beginn ihrer Promotion auf internationaler Ebene veröffentlicht und vorgetragen. Ihre Forschung wurde vom DAAD gefördert.

Zeit & Ort

28.05.2026 | 18:00 c.t.

Raum A 121, Koserstr. 20, 14195 Berlin

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