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PD Dr. Stefanie Middendorf

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Friedrich-Meinecke-Institut

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Neuere Geschichte / Zeitgeschichte

Adresse
Freie Universität Berlin
Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Friedrich-Meinecke-Institut
Koserstr. 20
Raum A 349
D-14195 Berlin

Sprechstunde

Sprechstunde: Montags, 16 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung.

Alle Sprechstunden finden derzeit nur per Webex statt. Bitte senden Sie mir bei Bedarf eine Mail.

Stefanie Middendorf is an Assistant Professor of Contemporary History at the Freie Universität in Berlin. Before joining the Friedrich-Meinecke-Institut in 2020, she has taught as Interim Full Professor at the University of Bremen and as Assistant Professor at Halle University. Upon completion of her habilitation in 2019, she has been a Research Associate at the Leibniz Centre for Contemporary History in Potsdam. Before, Stefanie Middendorf has been Assistant Professor at the Martin-Luther-University Halle-Wittenberg and held fellowships a the Historische Kolleg in Munich, the Institut Historique Allemand in Paris and the Hebrew University in Jerusalem.

Her research interests include the history of National Socialism, financial history, cultural and legal dimensions of economic life, problems of statehood (under democratic as well as dictatorial rule) and the social construction of modernity in Europe. About to appear is her latest booked titled „Macht der Ausnahme. Reichsfinanzministerium und Staatlichkeit (1919-1945)". The study deals with practices of budgeting in states of emergency in Germany from the First World War until the end of the Second. It combines a close reading of contemporary ideas of “the state“ with the analysis of administrative techniques and political debates.

As principal investigator Stefanie Middendorf convenes – together with Laura Rischbieter (Konstanz University) – the international research network „Doing Debt. Praxeology of Sovereign Debt in the Twentieth Century“ (www.doing-debt.de). She is also a member of the research group „A World of Debts. The Global Politics of Public Debts From the Late 18th Century“, based at Sciences Po and CNRS-EHESS in Paris, as well as of the Young Leaders Program of the American Council on Germany. Stefanie Middendorf has been appointed a member of the editorial staff of „Zeithistorische Forschungen / Studies in Contemporary History“ in 2017 and of „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus“ in 2020. Also in 2020, Stefanie Middendorf has acted as an adviser to the German parliament in the Hohenzollern case. In 2021, she joined the Scientifc Advisory Board of the "Stiftung Preußische Schlösser und Gärten".

A full CV in German can be found here.

Sommersemester 2021

  • Die Hohenzollern-Debatte: Anatomie einer Kontroverse
    Seminar, LV 13204
    Masterstudiengang Public History, Modul 4:
    Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit in historischer Perspektive
    Dienstag, 14-16 Uhr
    (Diese Lehrveranstaltung ist nur geöffnet für Studierende des Masterstudiengangs

    Public History!)
  • Die Nürnberger Prozesse
    Seminar, LV 13213
    Bachelorstudiengang Geschichte, Modul 5 (Teil 2):
    Einführung in die Neueste Geschichte (19.-21. Jahrhundert)
    Mittwoch, 10-12 Uhr
  • Bachelorcolloquium
    LV 13214
    Bachelorstudiengang Geschichte, Examenscolloquium
    Montag, 14-16 Uhr
  • Ausnahmezustände im 19./20. Jahrhundert
    Methodenübung, LV 13215
    Masterstudiengang Geschichte, Modul:
    Problemfelder der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
    Montag, 10-12 Uhr

Forschungsschwerpunkte


Sozial- und Kulturgeschichte der Finanzen / Praxeologie der Staatsverschuldung 

Geschichte des Regierens / Demokratie- und Diktaturforschung, Ausnahmeregime

Geschichte des Nationalsozialismus

Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert

Französische Geschichte im 19./20. Jahrhundert



Laufende Forschungsprojekte


Doing Debt. Praxeology of Sovereign Debt in the Long Twentieth Century (DFG-Netzwerk)

Der Geschichte öffentlicher Verschuldung widmet sich das von der DFG seit 2017 geförderte Forschungsnetzwerk. Geschichts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler*innen aus fünf Ländern beschäftigen sich darin mit bisher wenig erforschten Praktiken der Staatsverschuldung. Das Netzwerk rückt die konkreten Verfahrensweisen, die situativen Entscheidungen und die Akteursbeziehungen im Bereich der Schuldenpolitik im langen 20. Jahrhundert in den Fokus und fragt insbesondere nach deren Bedeutung für die Aushandlung der sich wandelnden Grenzen zwischen „Staat“ und „Markt“. Damit erweitert es die bisherige, oft deterministisch geführte Forschungsdebatte um Erkenntnisse zu historisch spezifischen Zusammenhängen zwischen finanzwirtschaftlichem Handeln, sozialem Wissen und ökonomischen Effekten. Ziel ist es, den Prozesscharakter und historischen Wandel des politischen Umgangs mit öffentlichen Schulden besser zu verstehen. Näheres unter www.doing-debt.de


Gläubiger - Geschichte(n) einer Beziehungsfigur (Buchprojekt)

In den jüngeren Debatten um die Geschichte des Kapitalismus wird die wachsende Bedeutung von Kreditbeziehungen im 20. und frühen 21. Jahrhundert betont. In diesem Zuge wird vielfach die problema­tische „Macht des Gläubigers“ (André Orléan) beschworen und mit der Wende zu „neo­liberalen“ Praktiken seit den 1970er Jahren verknüpft. Die Moderne erscheint dabei als „Fabrik des verschuldeten Menschen“ (Maurizio Lazzarato), in der Kreditbeziehungen das Schuldnersubjekt machtvoll formten. Dem Gläubiger bzw. der Gläubigerin wird eine historisch bedingte Gestalt oder eine eigene Form der Subjektivität hingegen überhaupt nicht zugesprochen. Diese Leerstelle spiegelt die glo­balen Finanzmarktentwicklungen der Neuesten Zeit, in denen Schulden­beziehungen immer undurchsichtiger wurden. Doch stellt das Wissen über unterschied­liche Kreditgebende sowie die sozialen Konstellationen, in denen sie ihre Entschei­dungen trafen, ein wesentliches Element für das Verständnis kapitalistischer Gesell­schaf­ten bis in die Gegenwart dar. In dem hier skizzierten Buchprojekt analysiere ich diesen missing link  und die sich wandelnden Handlungsweisen von Gläubiger*innen in der Geschichte von Kreditrelationen zwischen 1900 und 2000. 



Konferenzen / Workshops

Authors' Workshop, DFG-Network "Doing Debt", 11.-12 Nov. 2021, online

Workshop „Situations & Structures“, DFG-Network „Doing Debt“, 27.–28. Feb. 2020, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln, with Leon Wansleben und Laura Rischbieter

Workshop „Spaces & Relations“, DFG-Network „Doing Debt“, 19.–21. Sept. 2019, Humboldt-Universität zu Berlin, with Heike Wieters und Laura Rischbieter

Panel „Privater Reichtum als staatliche Ressource? Die (Ohn-)Macht der Staatsfinanzierung in den Krisen des 20. Jahrhunderts“, Fünfte Schweizerische Geschichtstage, 7 June 2019, with Gisela Hürlimann

Workshop „Temporalities & Caesurae“, DFG-Network „Doing Debt“, 21–22 Feb. 2019, Universität Konstanz, with Laura Rischbieter

Symposium „Staatsfinanzen. Perspektiven auf die europäischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts“, Kommission zur Erforschung der Geschichte des Reichsminis­te­riums der Finanzen, Bundesfinanzministerium Berlin, 29–30 Okt. 2018, with Hans-Peter Ullmann

Kick-off-Workshop, DFG-Network „Doing Debt“, 11–12 May 2018, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, with Laura Rischbieter

Workshop „Geschichte der Ministerialverwaltungen im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit“, Gedenkstätte Haus der Wann­see-Konferenz Berlin, 13–14 Okt. 2016, member of the organizing committee led by Henry Marx and Ulrike Schulz

Panel „Institutions and Actors: Perspectives on Structuration in History“, European Social Science History Conference, Glasgow, 11 Apr. 2012, with Corinna R. Unger und Ulrike Schulz

Doctoral Seminar Halle – Jena – Frankfurt (Oder), Annual Workshops 2008 to 2011, with Dietmar Süß und Kim Christian Priemel

Transatlantic Doctoral Seminar „Deutsche Geschichte, 1930–1960“, Freiburg, 26–29 Apr. 2006, with Richard F. Wetzell (GHI Washington)

Monografien

Macht der Ausnahme. Reichsfinanzministerium und Staatlichkeit (1919–1945) [Habilitationsschrift, ersch. 2021]

Massenkultur. Zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Modernität in Frankreich 1880–1980, Göttingen 2009

Sammelbände

Schulden machen. Praktiken der Staatsverschuldung im 20. Jahrhundert, hg. mit Laura Rischbieter und Jan Logemann [in Vorbereitung für 2022]

Institutional History Rediscovered. Observing Organizations’ Behavior in Times of Change (= Com­parativ 24/2014, H. 1), hg. mit Corinna R. Unger und Ulrike Schulz

Mass Culture as Modernity – European Perceptions, 1900–1980 (= Journal of Modern European His­tory 10/2012, H. 2), hg. mit Ulrich Herbert

Aufsätze

Verwaltungsvereinfachung als Ausnahmepraxis? Exekutive Ermächtigungen und Haushaltspolitik 1919-1945, in: VfZ [zur Veröffentlichung angenommen, ersch. 2022]

Notstand und Sachverstand. Zur Konfliktgeschichte der Weimarer Zwangsanleihe, in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte [zur Veröffentlichung angenommen, ersch. 2021]

Finanzpolitik, in: Detlef Lehnert (Hg.), Das Jahr 1920 [in Vorbereitung, ersch. 2021]

Beyond Democracy or Dictatorship. Structuring Sovereign Debt in Germany from Weimar to the Postwar Period, in: Nicolas Barreyre/Nicolas Delalande (Hg.), A World of Public Debts. A Political History, Cham 2020, S. 287-315 

Entscheidende oder erbärmliche Jahrzehnte? Krise und Komplexität der französischen Kulturpolitik seit den 1970er Jahren, in: Morten Reitmayer/Christian Marx (Hg.), Gewinner und Verlierer nach dem Boom. Perspektiven auf die westeuropäische Zeitgeschichte, Göttingen 2020, S. 121–145.

Postheroische Ordnung? Zur Finanzbürokratie in der bundesdeutschen Demokratie nach 1945, in: HEUSS-FORUM 5/2019, URL: https://www.theodor-heuss-haus.de/heuss-forum/theodor-heuss-kolloquium-2019/

Außerwirtschaftlicher Wille. Antiliberale Haltungen zu Kapitalismus und Demokratie bei Johannes Popitz und Carl Schmitt, in: Detlef Lehnert (Hg.), Soziale Demokratie und Kapitalismus. Die Weimarer Republik im Vergleich, Berlin 2019, 173–207

Hans Schäffer und die bürokratische Existenz im Finanzkapitalismus, in: Jörg Später/Thomas Zimmer (Hg.), Lebensläufe im 20. Jahrhundert, Göttingen 2019, 115–135

Verteidigung und Verachtung. Demokratiekritik und ihre Grenzen in Frankreich in der Zwischenkriegszeit, in: Journal of Modern European History 17 (2019), H. 1, 16–21

Ökonomisierung des Regierens? Überlegungen zum Wandel „moderner“ Staatsfinanzierung in Deutschland und Frankreich (1920–1980), in: Archiv für Sozialgeschichte 57 (2017), 281–311

Staatsfinanzen und Regierungstaktiken. Das Reichsministerium der Finanzen (1919–1945) in der Geschichte von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 41 (2015), H. 1, 140–168

Finanzpolitische Fundamente der Demokratie? Haushaltsordnung, Ministerialbürokratie und Staatsdenken in der Weimarer Republik, in: Tim B. Müller/Adam Tooze (Hg.), Normalität und Fragilität. Demo­kratie nach dem Ersten Weltkrieg, Hamburg 2015, 315–343

Institutional History Rediscovered. Observing Organizations‘ Behavior in Times of Change, mit Ulrike Schulz und Corinna R. Unger, in: Comparativ 24 (2014), H. 1, 8–17

Massenwissenschaften in Frankreich und Deutschland um 1900. Erfahrungsgeschichtliche Per­spektiven, in: Gangolf Hübinger (Hg.), Europäische Wissenschaftskulturen und politische Ordnun­gen in der Moderne (1890–1970), München 2014 (= Schriften des Historischen Kollegs, Kollo­quien 87), 51–78

Jenseits des Primats. Kontinuitäten der nationalsozialistischen Finanz- und Wirtschaftspolitik, mit Kim Christian Priemel, in: Birthe Kundrus/Sybille Steinbacher (Hg.), Kontinuitäten und Diskon­tinuitäten. Der Nationalsozialismus in der Geschichte des 20. Jahrhunderts, Göttingen 2013 (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 29), 94–120

„Masse“, Version 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 5.11.2013, URL: http://docupedia.de/zg/Middendorf_masse_v1_de_2013

Comment: (Popular) Culture as Product – Contingencies of Cultural Change, in: Zeithistorische For­schungen/Studies in Contemporary History 10 (2013), H. 1, 101–106, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Middendorf-1-2013

Mass Culture as Modernity. Introductory Thoughts, in: Journal of Modern European History 10 (2012), H. 2, 147–151

Organisierte Modernität? Konstruktion und Konzeption der Massenkultur in Frankreich, in: Journal of Modern European History 10 (2012), H. 2, 182–206

Modernitätsoffensiven, Identitätsbehauptungen: „Bandes dessinées“ und die Nationalisierung der Massen­kultur in Frankreich, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 9 (2012), H. 1, 76–97, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Middendorf-1-2012

„Verstoßenes Wissen“. Emigranten als Deutschlandexperten im „Office of Strategic Services“ und im ame­rikani­schen Außenministerium 1943–1955, in: neue politische literatur 46 (2001), H. 1, 23–52

„...gewisse Themen bleiben stets tabu“. Walter Mehrings Schauspiel Der Kaufmann von Berlin, in: Jüdi­scher Almanach 2000/5760, Frankfurt a. M. 1999, 99–113

Topographie der Erinnerung. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus im Gebiet der Braun­schweigischen Landschaft, hrsg. von der Braunschweigischen Landschaft, Braunschweig 2004 (Autorin mehrerer Einzelbeiträge)

 „Mein Schtetl, das sind die Leute, die darin wohnen, nicht der Ort...“, in: Heiko Haumann (Hg.), Der Erste Zionistenkongress von 1897 – Ursachen, Bedeutung, Aktualität, Basel u.a. 1997, 58–63

Rezensionen in

Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, The Economic History Review, Francia, H-Soz-Kult, neue politische literatur, Rundfunk und Geschichte, Sehepunkte, Süddeutsche Zeitung, traverse, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, WerkstattGeschichte

 

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