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PD Dr. Gundula Gahlen

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Friedrich-Meinecke-Institut

Privatdozentin

Neuere Geschichte

Sprechstunde

nach Vereinbarung

Lebenslauf

  • Februar 2021 Habilitation am FB Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über den Umgang mit psychisch erkrankten Offizieren in Deutschland 1890 bis 1939

  • seit März 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité-Universitätsmedizin Berlin im DFG-Projekt „Retrieving alternatives. Pluralism in practice in European psychiatry, 1950-1980”
  • 2013-2020 Bearbeitung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts „Psychisch versehrte Offiziere des Ersten Weltkriegs in Deutschland"
  • seit Februar 2013 Bearbeitung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts „Psychisch versehrte Offiziere des Ersten Weltkriegs in Deutschland“
  • seit 2019 Gastwissenschaftlerin am Arbeitsbereich Neuere Europäische Geschichte der Freien Universität Berlin
  • 2010-2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Neuere Europäische Geschichte der Freien Universität Berlin
  • 2008 - 2012 Bearbeitung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Postdoc-Projekts „Erfahrungshorizonte deutscher Kriegsteilnehmer in Rumänien im Ersten Weltkrieg“
  • 2002-2008 Bearbeitung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Dissertationsprojekts „Kontinuität und Wandel der militärischen Elite in Bayern zur Zeit des Deutschen Bundes (1815-1866)“
  • 2002-2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam
  • 2001 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam
  • 2000 Freie Mitarbeiterin an der CD-ROM-Edition „Quellen zur europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert“ an der FernUniversität Hagen
  • 1993-1999 Studium der Geschichte und Europäischen Ethnologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Humboldt-Universität zu Berlin

Forschungsschwerpunkte

  • Militärgeschichte des 18.-20. Jahrhunderts
  • Kollektive Biographik
  • Erfahrungsgeschichte
  • Medizingeschichte
  • Historische Demographie und Bevölkerungsgeschichte

Aktuelles Forschungsprojekt

Psychisch versehrte Offiziere des Ersten Weltkrieges in Deutschland

Gegenstand des Forschungsprojektes sind die deutschen Offiziere, die während oder infolge ihres Militäreinsatzes im Ersten Weltkrieg psychische Schäden davontrugen. Ziel der Studie ist es, die Kriegserfahrungen dieser militärischen Führer, die medizinische Behandlung und die Auswirkung der Krankheit auf ihre Karriere, ihren Lebensweg und ihr Selbstbild zu analysieren. Zudem sollen die psychisch versehrten Offiziere als Diskursobjekt innerhalb des Militärs, der Ärzteschaft, der staatlichen Stellen und der Öffentlichkeit untersucht werden. Die Analyse wird zeigen, wie und aus welchen Gründen sich die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster dieser Gruppen von 1914 bis 1939 veränderten und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf den Werdegang der militärischen Führer hatten. Dabei richtet sich der Blick sowohl darauf, welche Stellung diese Offiziere innerhalb der psychisch versehrten Militärangehörigen einnahmen, als auch auf ihre Position innerhalb des Offizierskorps. Im Hinblick auf die so genannten Kriegsneurotiker soll geklärt werden, inwieweit denmilitärischen Führern gegenüber den einfachen Soldaten eine Sonderrolle zugestanden wurde. In Bezug auf das Offizierskorps soll die Frage beantwortet werden, welche Bedeutung psychischen Versehrungen für die „Offiziersfähigkeit“ im Selbst- und Fremdbild der militärischen Elite beigemessen wurde. Die am Schnittpunkt zwischen Medizin- und Militärgeschichte angesiedelte Studie wird so neue Erkenntnisse zum Umgang mit seelischen Kriegsschäden und zu den Werturteilen und der Funktionsweise des Militärs in Deutschland vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges erbringen.

Tagungen:

Krank vom Krieg. Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster eines Zusammenhangs von der Antike bis zur Gegenwart, Fachtagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. in Kooperation mit dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen
26.-28. September 2019
organisiert von Gundula Gahlen (FU Berlin) / Dominik Groß (RWTH Aachen) / Ulrike Ludwig (GU Frankfurt am Main) / Mathias Schmidt (RWTH Aachen) / Jens Westemeier (RWTH Aachen)


Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland 1900-1933, Freie Universität Berlin, 12.-13. Oktober 2017
organisiert von Gundula Gahlen, Björn Hofmeister, Christoph Nübel und Deniza Petrova

www.nervenundkrieg.de

Publikationen

Monographie

Das bayerische Offizierskorps 1815-1866, Paderborn u. a. 2011 (= Krieg in der Geschichte 63).                     

 

Herausgeberschaft

mit Ralf Gnosa u. Oliver Janz (Hrsg.), Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland (1900-1939), Frankfurt/Main 2020
mit Deniza Petrova u. Oliver Stein (Hrsg.), Die unbekannte Front. Der Erste Weltkrieg in Rumänien. Frankfurt a.M. 2018 (Krieg und Konflikt 4).
mit Daniel M. Segesser u. Carmen Winkel (Hrsg.), Geheime Netzwerke im Militär 1700-1945, Paderborn u.a. 2016 (= Krieg in der Geschichte 80).    
mit Wencke Meteling u. Christoph Nübel (Hrsg.), Themenschwerpunkt: Psychische Versehrungen im Zeitalter der Weltkriege. Portal Militärgeschichte, 5. Januar 2015.   
Feldpost 1916/17. Die Briefe und Tagebücher des Oberleutnants August Dänzer aus Siebenbürgen und Rumänien (2012).  
mit Carmen Winkel (Hrsg.), Militärische Eliten in der Frühen Neuzeit, Potsdam 2010 (= Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 14 (2010) Heft 1).  

 

Aufsätze

  • Die Nerven der Offiziere als militärisches Problem – Diskurse und Handlungsstrategien in der deutschen Armee 1914–1918, in: Gundula Gahlen, Ralf Gnosa u. Oliver Janz (Hrsg.), Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland (1900–1939), Frankfurt a.M. 2020, S. 121-139.

  • mit Ralf Gnosa, Oliver Janz, Nerven und Krieg – Einführung, , in: Gundula Gahlen, Ralf Gnosa u. Oliver Janz (Hrsg.), Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland (1900–1939), Frankfurt a.M. 2020, S. 11-18.

  • Gahlen, Gundula, Deniza Petrova und Oliver Stein, Der rumänische Kriegsschauplatz 1916 bis 1918 als Ort disparater Erfahrungen, in: Dies. (Hrsg.), Die unbekannte Front. Der Erste Weltkrieg in Rumänien. Frankfurt a.M. 2018 (Krieg und Konflikt 4), S. 11-48.
  • Gahlen, Gundula, Eine Schule der Gewalt? Die Sicht der deutschen Kriegsteilnehmer auf die Zivilbevölkerung im Rumänienfeldzug 1916/17, in: Dies., Deniza Petrova u. Oliver Stein (Hrsg.), Die unbekannte Front. Der Erste Weltkrieg in Rumänien. Frankfurt a.M. 2018 (Krieg und Konflikt 4), S. 289-316. 
  • Gahlen, Gundula, Zwei-Klassen-Medizin? Die ärztliche Sicht auf psychisch versehrte Offiziere in Deutschland im Ersten Weltkrieg, in: Peter Fassl, Thomas Becker, Heiner Fangerau und Hans-Georg Hofer (Hg.): Psychiatrie im Ersten Weltkrieg, Konstanz: 2018 (Irseer Schriften N.F), S. 107-126.
  • Gundula Gahlen, Kriegserfahrungen bayerischer Soldaten auf dem Balkan. Das Beispiel Rumänien (1916-1918), in: Günther Kronenbitter, Markus Pöhlmann (Hrsg.), Bayern und der Erste Weltkrieg, München 2017, S. 96-107.

  • "Always Had a Pronouncedly Psychopatic Predisposition": The Significance of Class and Rank in First World War German Psychiatric Discourse, in: Jason Crouthamel u. Peter Leese (Hrsg.), Psychological Trauma and the Legacies of the First World War. Basingstoke [England], New York 2017, S. 81-113.
  • German War Participants’ Spatial Experiences in Romania 1916-1918, in: Claudiu-Lucian Topor/Alexander Rubel (Hrsg.), "The Unknown War” from Eastern Europe. Romania between Allies and Enemies (1916-1918), Konstanz 2016, S. 173-190.
  • Militär und Bildung: Die Bildungsanforderungen und das Bildungsniveau im bayerischen Offizierskorps zur Zeit des Deutschen Bundes (1815-1866), in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 44 (2016): Deutsche Offiziere. Militarismus und die Akteure der Gewalt, hsrg. v. Galili Shahar, S. 25-62.

  • "daß ich zu keiner geheimen Gesellschaft...weder gehöre noch je in Zukunft gehören werde". Der Illuminateneid und seine Nachfolger im bayerischen Militär vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, in: Gahlen, Gundula/Daniel Marc Segesser/Carmen Winkel (Hrsg.), Geheime Netzwerke im Militär, 1700-1945, Paderborn u.a. 2016 (= Krieg in der Geschichte 80), S. 85-112.
  • mit Daniel Marc Segesser, Carmen Winkel, Geheime Netzwerke im Militär: Zur Einführung, in: Dies. (Hrsg.), Geheime Netzwerke im Militär 1700-1945, Paderborn u. a. 2016 (= Krieg in der Geschichte 80), S. 9-24.
  • The Deployment of Bavarian Officers to Greece in the 19th Century, (2015).
  • “It is proceeding merrily down there and the Alps corps in particular has done some nice work.” - The letters and diaries of Lieutenant-Colonel August Dänzer from his time in Transylvania and Romania 1916/17 (2015).
  • mit Wencke Meteling u. Christoph Nübel, Psychische Versehrungen im Zeitalter der Weltkriege: Zur Einführung. Themenschwerpunkt:  Psychische Versehrungen im Zeitalter der Weltkriege, hg. v. dens., in: Portal Militärgeschichte, 5. Januar 2015.
  • Die Dobrudschadeutschen in der Sicht deutscher Kriegsteilnehmer 1916 –1918, in: Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde 55 (2014), S. 137-156.
  • Ehrvorstellungen im bayerischen Offizierskorps zur Zeit des Deutschen Bundes, in: Ehre und Pflichterfüllung als Codes militärischer Tugenden, hrsg. v. Ulrike Ludwig, Markus Pöhlmann u. John Zimmermann, Paderborn 2014 (= Krieg in der Geschichte 69), S. 127-145.
  • Friedens- und Kriegserfahrung im bayerischen Offizierskorps 1815-1866. Schwerpunkt Kriegs- und Gewalterfahrungen im 19. Jahrhundert in Deutschland und Frankreich, hg. v. Axel Dröber, in: Portal Militärgeschichte, 27. Januar 2014.
  • Die wirtschaftliche Situation des Offizierskorps in Bayern, in: Das ist Militärgeschichte! Probleme – Projekte – Perspektiven, hrsg. von Christian Th. Müller u. Matthias Rogg, Paderborn u. a. 2013, S. 445-463.
  • Das Duell im bayerischen Offizierskorps im 19. Jahrhundert, in: Ulrike Ludwig, Barbara Krug-Richter, Gerd Schwerhoff (Hrsg.), Das Duell. Ehrenkämpfe vom Mittelalter bis zur Moderne, Konstanz 2012 (= Konflikte und Kultur – Historische Perspektiven 23), S. 259-273.
  •  „Die Pest hatte sie schon sehr verderbet, aber die Feinde noch viel mehr“. Bevölkerungseinbußen der Stadt Perleberg im Dreißigjährigen Krieg, in: Simpliciana. Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft 33 (2011), S. 137-158.
  • Kontinuität und Wandel des bayerischen Offizierskorps 1815 bis 1866, in: Historical Social Research/Historische Sozialforschung 36 (2011) 3, S. 270-296.
  • Deutung und Umdeutung des Rumänienfeldzuges in Deutschland 1916 bis 1945, in: Jürgen Angelow (Hrsg.), Der Erste Weltkrieg auf dem Balkan. Perspektiven der Forschung, Berlin 2011, S. 289-310.
  • Rolle und Bedeutung des Adels im bayerischen Offizierskorps 1815-1866, in: dies. u. Carmen Winkel (Hrsg.), Themenheft: Militärische Eliten in der Frühen Neuzeit (= Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 14 (2010) Heft 1), S. 127-163.
  • mit Carmen Winkel, Einführung: Militärische Eliten in der Frühen Neuzeit, in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 14 (2010), Heft 1 (= Themenheft Militärische Militärischen Eliten in der Frühen Neuzeit) Hrsg. von Gundula Gahlen und Carmen Winkel, S. 7-33.
  • Erfahrungshorizonte deutscher Kriegsteilnehmer im Rumänienfeldzug 1916/17, in: Bernhard Chiari u. Gerhard P. Groß (Hrsg.), Am Rande Europas? Der Balkan - Raum und Bevölkerung als Wirkungsfelder militärischer Gewalt, München 2009, S. 137-158
  • Dreißigjähriger Krieg und städtische Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg. Das Beispiel Perleberg, in: Matthias Asche u. a. (Hrsg.), Krieg, Militär und Migration in der Frühen Neuzeit, Münster 2008 (= Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit 9), S. 143-165.
  • Die Bevölkerungsentwicklung Perlebergs nach dem Dreißigjährigen Krieg, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz 3 (2003), S. 84-107.
  • Die Bevölkerungsentwicklung Perlebergs während des Dreißigjährigen Krieges, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz 2 (2002), S. 21-59.
  • Soziale Rekrutierung, militärische Sozialisation und gesellschaftliches Selbstbild des bayerischen Offizierkorps (1804-1866), in: newsletter des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. Nr. 16 (Januar 2002), S. 18-21.
  • Die Bevölkerungsentwicklung Perlebergs im „langen“ 16. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz 1 (2001), S. 7-35.
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