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Gedenken bedeutet Handeln! Verfolgung, Widerstand und Selbstbestimmung queerer Menschen in Vergangenheit und Gegenwart

News vom 16.01.2023

Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und nach heutigem Verständnis queere Personen (LSBTIQ*) wurden während des Nationalsozialismus ausgegrenzt, diskriminiert, verfolgt und ermordet.
Erstmals gedenkt der Deutsche Bundestag am 27. Januar 2023 dieser lange Zeit vergessenen Opfer.
Für viele Betroffene endete die Leidenszeit 1945 jedoch nicht. Bis in die unmittelbare Gegenwart reichende Gesetze und Maßnahmen zeigen die Kontinuität einer über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinausgehenden gesellschaftlichen Stigmatisierung und rechtlichen Benachteiligung sowie erinnerungspolitische Lücken.
Die geschichtlichen Zusammenhänge der Verfolgung von LSBTIQ* während des Nationalsozialismus, rechtliche Dimensionen im Umgang mit Verfolgten, die fortdauernde Diskriminierung nach 1945 und die Konsequenzen der langen Schatten des Nationalsozialismus für ein Gedenken an LSBTIQ* in Deutschland und weltweit sind noch immer nicht ausreichend erforscht.
Seit 2008 erinnert die Bundesrepublik Deutschland mit dem Denkmal für die im Nationalsozialismus
verfolgten Homosexuellen an diese Opfergruppe.

PROGRAMM

Begrüßung
Die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Bärbel Bas
Der Geschäftsführende Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Helmut Metzner

Vorträge
»Geschichte und Erinnerung« Prof. Dr. Martin Lücke (Freie Universität Berlin)
»Rechtskämpfe« Prof. Dr. Anna Katharina Mangold (Europa-Universität Flensburg)

Diskussion

»Gedenken und Kontinuitäten der Verfolgung«
Dr. Julia Ehrt (ILGA World – The International Lesbian, Gay,
Bisexual, Trans and Intersex Association), Prof. Dr. Martin Lücke,
Prof. Dr. Anna Katharina Mangold, Gulya Sultanova
(Menschenrechtsaktivistin, Sankt Petersburg, derzeit Estland);
Moderation: Henny Engels (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland)

Anmeldung und Hinweise
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Ihre Anmeldung mit vollständigem Namen und Geburtsdatum bis zum 19. Januar 2023 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de.
Diese Einladung berechtigt nicht zum Einlass. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine personalisierte Bestätigungs-E-Mail, die nicht übertragbar ist und die beim Einlass vorgezeigt werden muss. Bitte halten Sie ein gültiges Ausweisdokument bereit und planen Sie Zeit für die Sicherheitskontrollen ein!

Donnerstag, 26. Januar 2023, 17 Uhr
Anhörungssaal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1, 10117 Berlin

Eine Veranstaltung von
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Lesben- und Schwulenverband Deutschland
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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queerhistory@fu-berlin
Arbeitskreis Geschichtsdidaktik theoretisch
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