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Kündigen, „was die Zukunft trägt“?

News vom 28.09.2026

„Die Kündigung der Rahmenvereinbarung des BMBFSFJ mit dem queeren Jugendnetzwerk Lambda e.V. gefährdet das Aufwachsen queerer junger Menschen und die pluralistische Demokratie.

Der Kinder- und Jugendplan des BMBFSFJ trägt den Titel ‚stärken, was die Zukunft trägt‘ – zum Ende des Jahres 2026 kündigt das Bundesministerium die darin verankerte Rahmenvereinbarung mit dem queeren Jugendnetzwerk Lambda e.V. Als Wissenschaftler*innen, die zur gesellschaftlichen Situation queerer junger Menschen und zu Queerer Jugendarbeit forschen, positionieren wir uns in dieser wissenschaftlichen Stellungnahme und dem zugrundeliegenden, angefügten Policy Briefing.

Queere junge Menschen wachsen in ambivalenten Lebenswelten auf, die zunehmende Sichtbarkeit, rechtliche Anerkennung sowie politisches Engagement ermöglichen und zugleich von struktureller Diskriminierung, Gewalt und sozialer Prekarisierung geprägt sind. Sie setzen junge Menschen in eine Situation steter Abwägung von Sichtbarkeit, Sicherheit und Selbstbestimmung, wobei mehrfach marginalisierte Lebensrealitäten besonders betroffen sind.

Angebote der Queeren Jugendarbeit – wie sie vom Jugendnetzwerk Lambda seit 1990 umgesetzt, entwickelt und professionalisiert wird – bieten Schutz und Ressourcen für queere junge Menschen. Sie basieren auf dem Peer-to-Peer-Prinzip, ermöglicht selbstbestimmte Identitätsentwicklung und schafft Räume für die Gestaltung von Communities, Beziehungen und Selbstausdruck. Ihre niedrigschwellige Arbeit stärkt insbesondere psychosozial belastete Jugendliche und trägt zur Demokratie- und Partizipationsfähigkeit queerer junger Menschen bei.

Professionelle Queere Jugendarbeit ist unverzichtbar – für queere junge Menschen, für die fachliche Ausgestaltung von Jugendangeboten wie für eine pluralistische, demokratische Gesellschaft. Wir fordern die nachhaltige und langfristige Finanzierung des queeren Jugendnetzwerks Lambda und die institutionelle und rechtliche Unterstützung queerer Selbstorganisation. Das demokratische Miteinander gelingt, wenn wir ‚stärken, was die Zukunft trägt‘."

Die vollständige Stellungnahme und Policy Briefing hier

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