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Antike und Neue Rechte

Workshop: „Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

Workshop: „Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

„Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

„Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

„Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

„Antike und Neue Rechte“, 10./11.11.2025, HU Berlin

Tagung, Presseberichte und Podcast über die Vereinnahmung der Antike durch die Neue Rechte: Die Professur für Alte Geschichte widmet sich einem hochaktuellen politischen Thema.

News vom 06.02.2026

Die Altertumswissenschaften in Berlin stehen 2025/26 unter dem Zeichen des Jahresthemas des Berliner Antike-Kollegs (BAK) „Antike im Zerrspiegel politischer Ideologien“. Die Alte Geschichte des FMI beteiligte sich mit mehreren Beiträgen, die sich sowohl an das althistorische Fachpublikum als auch an eine breite Öffentlichkeit richteten. Gegenstand dieser Beiträge war die Beziehung der sogenannten Neuen Rechten zur Antike und die Versuche neurechter Akteure, die Antike ideologisch zu vereinnahmen.

Workshop: Antike und Neue Rechte

Am 10. und 11. November 2025 fand an der Humboldt-Universität ein interdisziplinärer Workshop von FU und HU zu diesen Thema statt. Die Veranstaltung, die von Babett Edelmann-Singer (FU) und Christopher Degelmann (HU) organisiert wurde, beleuchtete den Rückgriff der Neuen Rechten auf die Alte Geschichte von verschiedenen Seiten – von Alain de Benoists antisemitischem Neopaganismus, dem Rückgriff auf antike Philosophie, Antikerezeption in neurechtem Lifestyle bis hin zu Tradition und Aktualität Vergils in der Neuen Rechten – letzteres ein Beitrag unseres Wissenschaftlichen Mitarbeiters Sebastian Zellner – und anderen Themen. Dabei wurde auch über Wege diskutiert, dem missbräuchlichen Rückgriff neurechter Akteure auf unsere Disziplin zu begegnen. Das Interesse an der Veranstaltung war groß und der Seminarraum an der HU voll besetzt. Der große Andrang und die rege Diskussion unter den Teilnehmenden zeigt die Relevanz solcher Veranstaltungen in einer Zeit, in der rechtsextreme Ideologien auch in der akademischen Welt versuchen, mit ihren Agenden Fuß zu fassen.

→ Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-Kult

Die Antike im ideologischen Fleischwolf

Das Thema wurde auch im Tagesspiegel in der Ausgabe vom 11. Dezember 2025 aufgegriffen. Über die Gründe für die Attraktivität der Antike für neurechte Akteure sagt Babett Edelmann-Singer dort: „Die Antike ist für diese Gruppen vor allem ein Vorbild in ihren Prinzipien von Ungleichheit. Es wird mithilfe antiker Denker das Bild einer Gesellschaft gezeichnet, die weder Menschenrechte noch die Gleichheit aller Menschen kannte.“ Zudem diene die Antike ihnen auch als Untergangsparabel, vor allem in Bezug auf den „Untergang“ des Römischen Reiches, der in der Forschung schon lange mehr als Transformationsprozess verstanden wird. Dass die Neue Rechte damit aber ein Zerrbild der griechisch-römischen Antike zeichnet, indem sie systematisch alles ausblendet, was nicht in ihr Bild passt, macht sie klar: „Die Neue Rechte will die Demokratie abschaffen. Dafür kommt die Antike in den ideologischen Fleischwolf.“

→ Hier geht es zur Online-Ausgabes des Artikels auf tagesspiegel.de (Paywall)

Vergangenheitsformen und Geschichtspolitik

In der neuesten Ausgabe des H-Soz-Kult-Podcasts „Vergangenheitsformen“ sprechen Babett Edelmann-Singer und Christopher Degelmann mit Lennart Gilhaus (HU) über die Mechanismen der Vereinnahmung durch die Neue Rechte, die Motive, die dabei besonders prominent erscheinen, die Geschichtspolitik der Neuen Rechten, aber auch Möglichkeiten des Umgangs mit neurechter Geschichtsklitterung durch die Wissenschaft.

→ Hier geht es zum Podcast auf H-Soz-Kult / Spotify / Deezer / podcast.de


Interessiert am Thema? Immer wieder wurde in den Berichten auch auf den englischsprachigen Blog „Pharos. Doing Justice to the Classics“ verwiesen, der regelmäßig Versuche der Vereinnahmung der Antike für rechtsextreme Ideologien aufgreift und falsche Narrative richtigstellt.

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