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Hurritologisches Archiv

"Das Hurritologische Archiv"

Das zentrale Siedlungsgebiet der Hurriter war vom 3. Jahrtausend an das obere Haburgebiet. Um 1550 v. Chr. entsteht der hurritische Mittani-Staat in Nordmesopotamien und Nordsyrien, der um ca. 1330 v. Chr. seine Selbstständigkeit an die Hethiter verlor.Die hurritische Sprache ist engstens mit der aus der Osttürkei im 1. Jahrtausend v. Chr. überlieferten urartäischen Sprache verwandt. Die linguistische Besonderheit der beiden agglutinierenden, suffigierenden Sprachen besteht in ihrer ergativischen Struktur, der Antipassivität und der Suffixaufnahme.

Das hurritologische Archiv der Freien Universität besitzt eine vollständige Sammlung der aus Vorderasien in Keilschrift überlieferten hurritischen Sprachdenkmäler aus der Zeit von ca. 2500 - 1200. Die Texte sind in lateinischer Transkription alphabetisch im Kontext und nach grammatikalischen Gesichtspunkten "verzettelt".

Ziel des seit 1968 bestehenden Forschungsvorhabens ist die Erstellung eines Corpus der hurritischen Sprachdenkmäler, einer Grammatik, eines Wörterbuches sowie Untersuchungen zur Geschichte und Kulturgeschichte.

Das primär von Frau Dr. Ilse Wegner betreute Projekt steht in enger Zusammenarbeit mit dem von Prof. Dr. M. Salvini geleiteten Istituto di Studi sulle Civiltà dell'Egeo e del Vicino Oriente des Consiglio Nazionale delle Recerche in Rom.

Die wichtigsten Publikationen:

1. Erschienen sind folgende Bände des Textcorpus (Rom 1984-2002):

2. Hurritologische Studien I-III.
3. I. Wegner, Hurritisch. Eine Einführung, Wiesbaden 2000.
4. In Vorbereitung befinden sich Textbearbeitungen zu den großen hurritisch-hethitischen Ritualen.

Lehre:

Einführungen in die hurritische Sprache und weiterführende Seminare finden regelmäßig durch Frau Dr. Ilse Wegner am Institut für Altorientalistik der Freien Universität statt.

Mentoring
Tutoring
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