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Dr. Dr. Mathieu A. J. H. Ossendrijver

Institut für Altorientalistik

Projektleiter

DFG-Forschungsprojekt "Spätbabylonische mathematische Praktiken"

Adresse
Freie Universität Berlin
Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut für Altorientalistik
Arnimallee 10
Raum 110
14195 Berlin

Mathematische Praktiken wie Zählen, Berechnen und Messen spielten eine wichtige Rolle im spätbabylonischen Alltag und in der Gelehrsamkeit der spätbabylonischen Zeit. Die zunehmende Verknüpfung von Mathematik mit Astronomie, Astrologie, Divination, Heilkunde, Hermeneutik und Kult in Babylonien hat ihre Spuren in anderen antiken Kulturen und darüber hinaus hinterlassen. Es ist darum paradoxal, daß über spätbabylonische mathematische Praktiken relativ wenig bekannt ist. Sogar für Babylon, Zentrum der spätbabylonischen Wissenskultur, sinde mathematische Praktiken sehr unvollständig dokumentiert und untersucht. Das Projekt beinhaltet die erste umfassende Studie spätbabylonischer mathematischer Praktiken, inklusive einer Edition von ca. 60 unpublizierten Tafeln aus der Babylon-Sippar-Sammlung des British Museums - was etwa eine Verdoppelung der mathematischen Quellen aus dieser Sammlung bedeutet. Im Projekt werden materielle, formale, epistimische, konzeptuelle, diagrammatische, praktische, kontextuelle und institutionelle Aspekte der Tafeln untersucht. Das Projekt beinhaltet auch komparative Untersuchungen der spätbabylonischen Quellen aus Uruk und anderen Orten, sowie der altbabylonischen Quellen, und der Anwendungen mathematischer Kenntnisse in Verwaltung, Vermessung und diversen Bereichen der Wissenschaft.

 

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