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Die Konstituierung von 'Person' in Beschreibungen von Furcht und Angst. Selbstzeugnisse des Dreißigjährigen Krieges und der „Türkenkriege“ des 17. Jahrhunderts
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Institution: |
Friedrich-Meinecke-Institut Koserstr. 20 14195 Berlin |
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Leitung: |
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Mitarbeiter/innen: |
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Förderung: |
DFG |
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Ansprechpartner : |
Dr. Andreas Bähr |
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Telefon: |
+49-30- 838 54532 |
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Homepage: |
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Das Teilprojekt fragt nach Konzepten von ‚Person’ in Selbstbeschreibungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der „Türkenkriege“ des 17. Jahrhunderts. Selbstzeugnisse des Dreißigjährigen Krieges beschreiben eine Störung personaler Ordnung angesichts „unaussprechlicher“ Furcht vor einer kriegerischen Gewalt, in der tradierte religiös-moralische, politische und kulturelle Zuschreibungen und Abgrenzungen fragwürdig geworden waren. Insofern diese Furcht jedoch stets entweder als eine überwundene oder als eine zu überwindende zur Darstellung kam, erscheint die schriftliche Erinnerung an diese Furcht als der Versuch, in der kriegerischen Zerstörung eigener Ordnungen so viel als möglich an Ordnung aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen. Das Projekt untersucht Texte unterschiedlicher konfessioneller und regionaler sowie schicht- und geschlechterspezifischer Provenienz aus der Perspektive einer historisch-kulturellen Semantik. Es fragt, wie sich in der Beschreibung erlittener Furcht vor Gewalt die Schreiberinstanz als Person konstituierte und inwiefern sie sich dabei als eine handelnde verstand. Angesichts dessen, dass diese Furcht hier in bedeutendem Maße religiöse Implikationen aufwies, sollen dabei den christlich-konfessionell geprägten Furchtdarstellungen Beschreibungen christlicher Furcht vor den „türkischen“ ‚Nichtchristen’ gegenübergestellt werden. In einem derartigen Vergleich kann auch die Frage nach der historisch-epochalen Bedeutung des Dreißigjährigen Krieges genauer beantwortet werden.

