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Home » Arbeitsbereiche » Arbeitsbereich Univ.-Prof. Dr. Paul Nolte » Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG) » Workshop » Deutsch-Niederländische Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beziehungsgeschichte, Vergleich und Transfer



Workshop: Deutsch-Niederländische Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beziehungsgeschichte, Vergleich und Transfer

Veranstalter: Christine Gundermann (Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin) und Andreas Schneider (Zentrum für Medien und Interaktivität, Justus-Liebig-Universität Gießen)

Datum: 19.02.2010

Ort: Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

 

 

 

 

 

 

Karikatur Vrij Nederland

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Karikatur aus "Vrij Nederland" vom 31.1.1998, aus: Koos van Weringh: Ständig auf der Lauer. Das Deutschlandbild in der niederländischen Karikatur, 1871-2005, Heidelberg 2005.

 

Die deutsch-niederländischen Beziehungen waren insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg von erheblichen Ambivalenzen geprägt. Im Zeichen des Kalten Krieges und der europäischen Integration entwickelten sich die zwischen 1940 und 1945 verfeindeten Nationen notgedrungen zu Partnern. Obgleich die Erfahrungen der Besatzungszeit die stets asymmetrischen Beziehungen beider Länder noch lange überschatteten, vollzog sich in zunehmendem Maße – sowohl auf staatspolitischer wie auch zivilgesellschaftlicher Ebene – eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen den Niederlanden und seinem östlichen Nachbarn. Zugleich ist spätestens seit den 1980er Jahren das Interesse von Öffentlichkeit und Wissenschaft an den bilateralen Beziehungen beider Gesellschaften deutlich gewachsen – eine Entwicklung, die sich nicht zuletzt in der Gründung des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (1989) sowie dem Duitsland Instituut der Universiteit van Amsterdam (1996) spiegelt. Doch auch jenseits dieser beiden Forschungszentren beschäftigt sich angesichts der fortschreitenden Transnationalisierung der Geschichtswissenschaft eine wachsende Zahl von Forschern und Forscherinnen aus beiden Ländern mit der Geschichte des jeweiligen Nachbarn, der gemeinsamen Beziehungsgeschichte, mit dem Vergleich spezifischer Teilaspekte der niederländischen und deutschen Gesellschaft sowie den wechselseitigen Transfers und Wahrnehmungen.

Der Workshop richtet sich an Historiker und Historikerinnen, die sich vorrangig mit der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte der Niederlande und Deutschland des „langen 20. Jahrhunderts“ in vergleichender, transfer- sowie beziehungsgeschichtlicher Perspektive befassen und dabei etwa Aspekte der Medien-, Sozial-, Geschlechter-, Religions-, Ideen-, Gedächtnis- oder politischen Kulturgeschichte behandeln. Auf dem Workshop werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Gelegenheit haben, ihre Projekte vorzustellen und über themenübergreifende theoretische und methodische Fragestellungen zur deutsch-niederländischen Geschichte zu diskutieren. Primäres Ziel des Workshops ist die stärkere Vernetzung geplanter bzw. laufender Forschungsprojekte.


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Stand: 11.10.2010

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