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1914-1918-Online International Encyclopedia of the First World War
Leitung: Prof. Dr. Oliver Janz, Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos
Koordination: Dr. Christian Westerhoff (Tel: +49 30 838 52089)
Redaktion: Dr. Jennifer Willenberg (Tel: +49 30 838 53858)
Assistenz: Janika Urig, M.A. (Tel: +49 30 838 52984)
Beginn: 1.10.2011
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Adresse: Friedrich-Meinecke-Institut
Koserstr. 20
D-14195 Berlin
Raum: A 340
Herausgeber:
Prof. Dr. Ute Daniel (TU Brunswick)
Prof. Dr. Peter Gatrell (University of Manchester)
Prof. Dr. Oliver Janz (FU Berlin)
Dr. Heather Jones (London School of Economics)
Prof. Dr. Alan Kramer (Trinity College Dublin)
Prof. Dr. Bill Nasson (University of Stellenbosch)
An der Freien Universität Berlin entsteht in den nächsten Jahren unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Janz (Friedrich-Meinecke-Institut) und Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos (CeDiS) eine internationale Online-Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das zusammen mit der Bayerischen Staatsbibliothek beantragte Projekt, das ein Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro hat, mit rund 1 Million Euro.
In der Öffentlichkeit wie in der Geschichtswissenschaft dominiert bis heute ein auf Mittel- und Westeuropa konzentriertes Bild vom Ersten Weltkrieg. Demgegenüber ist weitgehend in Vergessenheit geraten, dass der Erste Weltkrieg ein gesamteuropäischer Krieg war. Osteuropa und Südosteuropa wurden sogar noch stärker in Mitleidenschaft gezogen als West- und Mitteleuropa. Der Erste Weltkrieg war aber der erste wirklich globale Krieg der Weltgeschichte: als weltumspannender Wirtschaftskrieg und durch die Teilnahme zahlreicher außereuropäischer Staaten, aber auch dadurch, dass die europäischen Mächte die Ressourcen ihrer kolonialen Imperien mobilisierten. Diese Perspektiven werden in der Enzyklopädie im Mittelpunkt stehen. So wird 1914-1918-online die sich zunehmend internationalisierende Forschung zum Ersten Weltkrieg nicht nur widerspiegeln, sondern durch Identifizierung von Lücken und Desiderata auch entscheidend vorantreiben. Die Internationalität des Projektes schlägt sich auch in der Zusammensetzung des Editorial Boards nieder, dem rund 40 renommierte Experten aus 14 Ländern angehören. Zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 wird 1914-1918-online der scientific community und der interessierten Öffentlichkeit gleichermaßen ein englischsprachiges, von namhaften Wissenschaftlern geschriebenes virtuelles Handbuch mit Lexikonteil zur Verfügung stellen, das nicht zuletzt wegen seiner globalen Rezeptionsfähigkeit das Potential hat, das Standardwerk zur Geschichte des Ersten Weltkriegs zu werden.
1914-1918-Online wird auch für die E-Humanities Maßstäbe setzen. Das Projekt wird modellhafte Navigationsverfahren für thematische Wissensräume entwickeln und erproben, die dem Nutzer die Orientierung in komplexen, nicht-linearen Textkonvoluten (elektronische Handbücher, Enzyklopädien, Anthologien) erleichtern. Durch die Visualisierung themenspezifischer Subräume (z.B. zum Thema Propaganda) soll das Durchschreiten des Gesamtkonvoluts am Leitfaden bestimmter Fragestellungen vereinfacht und eine der Hypertextualität des Mediums angemessene Einbettung disparater Texteinheiten in größere Sinnzusammenhang ermöglicht werden. Darüber hinaus strebt 1914-1918-online die Anbindung einschlägiger virtueller Fachbibliotheken und anderer Informationssysteme an. Mit der gezielten Erweiterung der Funktionalität um bibliothekarische Mehrwertdienste werden zentrale Ressourcen virtueller Fachbibliotheken in einem externen Kontext nutzbar gemacht.
Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie unter www.1914-1918-online.de


